Anthropic, das amerikanische Unternehmen für künstliche Intelligenz, hat heimlich Hunderttausende von Büchern zerstört, um seinen Chatbot Claude zu trainieren. Laut neu veröffentlichten Gerichtsdokumenten kaufte das Unternehmen große Mengen an Büchern, zerstörte sie physisch, scannte ihren Inhalt und nutzte die Daten, um seine KI-Modelle zu verbessern. Nach der Digitalisierung wurden die Bücher an Recyclinganlagen geschickt, wo das Papier in Kartonverpackungen, Papierprodukte und sogar Toilettenpapier umgewandelt wurde. Der in den Dokumenten beschriebene Prozess klingt fast wie eine Szene aus einem dystopischen Roman.
In Massenlagern schnitten industrielle Maschinen Bücherspinnen durch, Seiten wurden nacheinander getrennt und der Inhalt wurde schnell gescannt. Innerhalb von Sekunden landete das Material in Trainingsdatenbanken für künstliche Intelligenz. Was von den Büchern übrig blieb, war fast nichts, Papier wurde an Recyclinganlagen geschickt, wo es in neue Materialien umgewandelt wurde. Die Dokumente tauchten während einer Klage gegen Anthropic auf, über die zunächst die Washington Post berichtete. Sie enthüllen eine verdeckte Strategie, um traditionelle Datenquellen zu umgehen und anspruchsvollere KI-Modelle zu erstellen. Die Führung von Anthropic kam zu dem Schluss, dass das Internet allein für die Entwicklung fortschrittlicher KI nicht ausreicht.
AI Ein weiterer Grund war der wachsende Problem des AIAI-Modellkollaps, ein Phänomen, bei dem KI-Systeme zunehmend von Inhalten lernen, die von anderen KI's generiert werden, was zu einem Qualitätsverlust im Laufe der Zeit führt. Um diese Ziele zu erreichen, bezog Anthropic Zehntausende von Büchern von mehreren Lieferanten, darunter Better World Books und World of Books in Großbritannien. Externe Auftragnehmer kümmerten sich um die physische Zerstörung und das Scannen. Diese Auftragnehmer verwendeten Maschinen, um Buchspinnen zu entfernen, Seiten zu trennen und den Inhalt schnell zu digitalisieren. Ein Partner bemerkte, dass Anthropic geplant hatte, innerhalb von sechs Monaten zwischen 500.000 und zwei Millionen Bücher zu verarbeiten. Die Dokumente enthüllen auch die Verwendung von Raubkopien.
Die größte Herausforderung für das Unternehmen war nicht nur die Zerstörung legal erworbener Bücher. Gerichtsakten zeigen, dass Mitbegründer Ben Mann bereits 2021 urheberrechtlich geschützte Bücher über die Piraten-Datenbank LibGen heruntergeladen hatte. Beweise beinhalten einen Video-Screenshot, der seinen Computerbildschirm während des Downloads zeigt. 5 Milliarden Schadensersatz. Dies würde etwa 500.000 urheberrechtlich geschützte Werke abdecken.
Anthropic behauptet, dass die Einigung diesen Teil des Urteils nicht geändert habe, und besteht darauf, dass es sich bei dem Streit ausschließlich darum handelte, wie bestimmte Materialien erlangt wurden, und nicht um die Verwendung von Büchern selbst für das KI-Training.
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