Am 28. August 2026 wurden zwei öffentliche Skulpturen im CREW-Projekt Križišče vizij / Visioni incrociate enthüllt, die eine neue Phase in der grenzüberschreitenden künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Slowenien und Italien markieren. Die Eröffnung fand an zwei Orten statt: Die Skulptur Vztrajnost v času / La perseveranza nel tempo des slowenischen Bildhauers Damjan Komel wurde um 17:30 Uhr im Mehrzweckraum CREW im ehemaligen Grenzübergang Štandrež, Gorica, enthüllt.
Beide Veranstaltungen waren Teil der CREW-Initiative, die von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg VI-A Italien-Slowenien-Programms kofinanziert wird und Projekte zur Förderung der transnationalen Zusammenarbeit unterstützt.
Komels Vztrajnost v času / La perseveranza nel tempo nutzt die Symbolik von Samen und Spirale, um eine Geschichte von Wachstum, Ausdauer und gegenseitiger Verbindung zu erzählen. Es lädt die Besucher ein, den Raum als Treffpunkt von Kulturen, Dialog und gemeinsamer Entwicklung zu betrachten. Das Stück überschreitet physische und mentale Grenzen und ermutigt zur Reflexion über gemeinsame Werte, Zusammenarbeit und Zukunft. Comelli's Incroci senza confini / Brezmejna križišča behandelt den ehemaligen Grenzübergang als eine Konvergenz von Wegen, Erinnerungen und persönlichen Geschichten. Mit einem komplizierten Netzwerk von geätzten Wegen und reflektierenden Oberflächen enthüllt die Skulptur die verborgene Mikrohistorie der Menschen, die diesen Raum mitgestaltet haben.
Die vier Skulpturen bilden zusammen einen transnationalen künstlerischen Weg, der die Gemeinden Šempeter-Vrtojba und Gorica verbindet und die Bedeutung von Verbindung, Dialog und grenzüberschreitender Zusammenarbeit als dauerhaftes kulturelles Erbe unterstreicht.
Damjan Komel, geboren 1971, ist ein slowenischer Bildhauer, der für die Arbeit mit Materialien wie Stein, Marmor, Bronze, Holz und Keramik bekannt ist. Er studierte Skulptur und Keramik an der Schule für angewandte Künste Famul Stuart in Ljubljana zwischen 2001 und 2004.
Seine Arbeit ist geprägt von einer tiefen Beziehung zum Material und einer Erforschung von Raum, Zeit und menschlicher Erfahrung. Oft zieht er Inspiration aus persönlichen Geschichten und universellen Themen und verwandelt sie in raffinierte skulpturale Formen. Marmor, insbesondere weißer Marmor, hat einen besonderen Platz in seinem Werk, da er diese Materialien sorgfältig verarbeitet, um ihre weiche, organische Oberfläche zu erhalten. Für Komel ist Skulptur nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen, da er glaubt, dass Berührung ein wesentlicher Weg ist, um eine Beziehung zwischen Menschen und Kunst herzustellen.
Er lebt und arbeitet in Bilje und Vrtojba in der Region Goriška. Stefano Comelli, geboren 1968, ist ein italienischer Bildhauer, der nach seinem Abschluss an der Staatlichen Kunstschule E. U. Nordio in Triest sein Studium an der Universität Udine mit dem Schwerpunkt Schutz des kulturellen Erbes fortsetzte.
Seine Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Natur, Raum und Material. Während er hauptsächlich in Stein arbeitet, schafft er oft auch in anderen Medien. Sein Ansatz betont die Interaktion zwischen der Umwelt und dem Kunstwerk und spiegelt eine Sensibilität für den Kontext wider, in dem seine Stücke platziert sind.
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