Professor Jason Arday, ein 41-jähriger Akademiker an der Universität Cambridge, wurde am Donnerstagnachmittag tot in seinem Haus im Bezirk Battersea im Süden Londons aufgefunden. Sein Tod hat weit verbreitetes Schock und Verurteilung ausgelöst, wobei Kollegen, Studenten und Persönlichkeiten der Öffentlichkeit tiefe Trauer über den tragischen Verlust geäußert haben. Die Umstände seines Todes werden noch untersucht, obwohl die Polizei erklärt hat, dass es keine Anzeichen für ein Verbrechen gibt. Arday hatte kürzlich von seiner Position als Professor für Soziologie der Bildung an der Universität Cambridge nach Vorwürfen des Plagiats in seiner Doktorarbeit und Inkonsistenzen in seiner beruflichen Biografie zurückgetreten.
Diese Behauptungen tauchten Ende Juli auf und veranlassten die Universität, eine interne Überprüfung einzuleiten. Anfangs wies die Universität die Vorwürfe zurück und erklärte, sie hätten die Behauptungen untersucht und keine Fehlverhalten festgestellt. Anfang August kündigte die Universität jedoch eine neue Untersuchung von Ardays Qualifikationen und Karrierehistorie an, unter Berufung auf "neue Informationen", die ans Licht gekommen waren. Diese Entscheidung erfolgte angesichts wachsender Bedenken über den Druck, dem er während der Kontroverse ausgesetzt war.
Er bestritt diese Anschuldigungen, und eine Untersuchung, die von der Universität Liverpool John Moores durchgeführt wurde, hatte zuvor die Gültigkeit seiner Doktorarbeit bestätigt. Trotzdem intensivierte sich die Berichterstattung in den Medien, was zu einer koordinierten Kampagne der Fehlinformation und Belästigung führte. Nach Aussagen von Kollegen und Aktivisten wurde Arday ein Ziel der unerbittlichen Kontrolle, wobei rechte Medien und politische Persönlichkeiten falsche Erzählungen über seinen Charakter und seine Leistungen verstärkten.
Er wurde mit einer Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert und sprach erst im Alter von 11 Jahren und konnte erst im Alter von 18 Jahren lesen und schreiben. Trotz dieser Schwierigkeiten verfolgte er eine Hochschulbildung, wurde Lehrer und sicherte sich schließlich eine prestigeträchtige akademische Rolle an der Universität Glasgow, bevor er 2023 zu Cambridge kam. Zu der Zeit seiner Ernennung war er der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Universität, ein Meilenstein, der sowohl Stolz als auch Druck auslöste.
In dem Brief schrieb er, dass Kritik zwar Teil des akademischen Lebens ist, aber die unerbittliche Natur der Angriffe ihn und seine Lieben zutiefst beeinflusst hat. Kollegen und Freunde beschrieben ihn als eine gutherzige Person, die immer das Beste in anderen suchte. Eine geplante Memoire, die Mitte August veröffentlicht werden sollte, wurde auch wegen der anhaltenden Kontroverse verschoben.
Sie bemerkte, dass die Universität ihre Bemühungen fortsetzen würde, um sicherzustellen, dass niemand allein mit solchen Herausforderungen fertig wird. In der Zwischenzeit startete der Aktivist Patrick Vernon eine Spendenaktion zur Unterstützung der Familie Arday, die bereits über 65.000 Pfund gesammelt hat. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan verurteilte die öffentliche Gegenreaktion gegen Arday und nannte sie eine inakzeptable Form der Belästigung. Er betonte, dass eine solche Behandlung von niemandem in ihrer Position ertragen werden sollte.
Er betonte auch die weiteren Auswirkungen des Vorfalls und schlug vor, dass die Medien und Institutionen eine größere Verantwortung beim Schutz schutzbedürftiger Personen übernehmen müssen. Während die Untersuchung weitergeht, bleibt der Fokus darauf, zu verstehen, wie Arday in eine so schreckliche Situation geraten ist und welche Schritte unternommen werden können, um ähnliche Tragödien in der Zukunft zu verhindern.
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