Die Absage des Konzerts der Sängerin Jelena Karleuša in Vodice hat eine breite Diskussion ausgelöst, wobei lokale Beamte und das Clubmanagement die Entscheidung auf eine intensive öffentliche Reaktion zurückführen.
Cukrov beschrieb die Gespräche als ruhig und konfliktfrei und betonte, dass das neue Management des Klubs kein Bewusstsein für den gesamten Kontext des Problems hatte. Der Bürgermeister erklärte, dass die Führung des Hacienda-Klubs die potenzielle Kontroverse erkannt habe, nachdem sie alle Umstände geprüft hatte und entschieden habe, dass die Durchführung des Konzerts sowohl den Werten des Klubs als auch den Interessen der Stadt Wodizje widersprechen würde. Er betonte, dass sein Widerstand gegen das Konzert auf Karleuschas früheren öffentlichen Äußerungen und nicht auf ihrer Nationalität basierte.
Cukrov wies Anschuldigungen von Teilen der serbischen Medien zurück, die ihn als "serbischen Nationalisten" bezeichneten, und erklärte, dass der Fokus eher auf dem Inhalt ihrer Bemerkungen als auf ihrer Herkunft liegen sollte. Er kritisierte Karleuša, weil er abfällige Kommentare über Kroatien, die Oluja, Jasenovac und das Konzept eines Großserbiens abgegeben habe, und argumentierte, dass diese Aussagen unangemessen seien und eine Reflexion erforderten.
Er stellte fest, dass der Club schließlich entschied, das Konzert abzusagen, nachdem er die Situation bewertet und anerkannt hatte, dass kein Druck oder Zwang in den Prozess involviert war. Cukrov äußerte Erleichterung, dass das Konzert nicht weitergehen würde und nannte es die beste Lösung für alle Beteiligten. Der Hacienda-Club gab eine Erklärung ab, in der er erklärte, dass die Ankündigung des Konzertes Reaktionen ausgelöst hat, die weit über den Rahmen einer typischen privaten Clubveranstaltung hinausgehen. Sie hoben ihr Engagement für die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern hervor und erklärten, dass kein Künstler oder Ereignis wichtiger ist als dies.
Der Verein entschuldigte sich bei den Teilnehmern und dankte ihnen für ihr Verständnis und bekräftigte ihre Rolle als Veranstaltungsort für Unterhaltung. Die öffentliche Gegenreaktion gegen das Konzert wuchs schnell, wobei viele Bürger und Verteidigungsverbände Karleuša für ihre früheren politischen Aussagen kritisierten. Dazu gehörten Verweise auf die Idee eines Großserbiens, Kommentare zu Kroatien und Bemerkungen während der Studentenproteste in Serbien Anfang 2025. Als Reaktion veröffentlichte Karleuša ein Video auf TikTok, in dem sie sich verteidigte und behauptete, Opfer einer organisierten Kampagne zu sein, die Bots zur Verbreitung von manipulierten Inhalten verwendet.
In einem exklusiven Interview mit der Journalistin Ružica Đukić erklärte Karleuša, dass sie die Absage erwarte und nichts anderes erwartete. Sie betonte, dass kein Konzert mit einem kroatischen Künstler in Serbien jemals abgesagt werden würde, was ihren Einfluss auf die Musikindustrie unterstreicht.
Karleuša äußerte Bedauern über die Situation und stellte fest, dass sie nie beabsichtigt hatte, Schaden zu verursachen und hoffte auf Versöhnung, sobald die derzeitige Feindseligkeit nachließ. Sie sprach sich spezifisch mit Vorwürfen in Bezug auf ihre Kommentare zur Tragödie mit dem Einsturz des Daches in Novi Sad auseinander und stellte klar, dass ihre Bemerkungen missverstanden und falsch dargestellt wurden.
Karleuša erklärte jedoch, dass sie die negativen Folgen einer Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen Landes hervorheben wolle und niemandem Schaden zuzufügen wolle. Karleuša bekräftigte, dass sie keine Bedrohung sei und ihre Anwesenheit in Kroatien lediglich als Performerin sei. Sie räumte ein, dass sie politische Ansichten habe, betonte aber, dass sie keine bestimmte Nation anvisieren. Sie forderte, dass ihre Aussagen genau dargestellt werden und kritisierte die Medien für die Verbreitung von Fehlinformationen. Trotz der Kontroverse behauptete sie, dass die Absage des Konzerts wenig Auswirkungen auf ihre Karriere oder ihre Finanzen haben würde.
In einem separaten Interview mit dem Fernsehsender Pink äußerte sich Karleuša zu der Unsicherheit um das Konzert und sagte, dass es entweder passieren würde oder nicht, je nachdem, ob sie Gewalt erleiden würde.
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