Der Artikel befasst sich mit vorgeschlagenen Änderungen der Vorschriften für den Krankheitsurlaub in der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH). Laut offiziellen Statistiken liegt die jährliche Krankheitsurlaubsrate in FBiH zwischen 10% und 13%, was deutlich höher ist als der europäische Durchschnitt von 3,5%. Die Arbeitgeber, insbesondere durch den Verband der Arbeitgeber von FBiH, betonen, dass Krankheitsurlaub am häufigsten in arbeitsintensiven Sektoren wie Fertigung, Handel, Bau und Dienstleistungen vorkommt. Sie argumentieren, dass die übermäßige und manchmal betrügerische Nutzung von Krankheitsurlaub, insbesondere im öffentlichen Sektor während saisonaler Arbeitszeiten, den Arbeitgebern eine erhebliche finanzielle Belastung auferlegt. Die vorgeschlagene Änderung zielt darauf ab, die Verordnung über das Verfahren und die Kriterien für die Bestimmung der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit zu überarbeiten, die keine parlamentarische Genehmigung erfordert. Die Arbeitgeber wollen die Anzahl der krankheitspflich bezahlten Tage von 42 auf 15 reduzieren und argumentieren, dass längere Krankheitsurlaub von öffentlichen Gesundheitsfonds gedeckt werden sollte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Perspektiven - die Besorgnis der Arbeitgeber über die finanziellen Belastungen und die Notwendigkeit von Reformen sowie den Widerstand der Sozialpartner, die eine strengere Überwachung der Arbeitgeber vorziehen, anstatt die Kosten zu teilen.






