Die europäischen Pharmaunternehmen warnen, dass verstärkte US-amerikanische "Most-Favorited-Nation"-Deals unter der Trump-Regierung zu reduzierten Investitionen in Europa führen könnten. Diese Deals verlangen von Arzneimittelherstellern, neue Medikamente in den USA zu Preisen zu verkaufen, die mit denen in Europa vergleichbar sind, während sie sich verpflichten, in amerikanische Einrichtungen zu investieren. Die USA haben jetzt 26 solche Abkommen unterzeichnet, darunter neun neu angekündigte, mit mindestens 19,6 Milliarden Dollar an Investitionen. Diese Strategie zielt darauf ab, die Arzneimittelkosten für Amerikaner zu senken, droht aber die Innovation und Investitionen in Europa zu verringern, da Unternehmen möglicherweise vermeiden, dort neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen, um höhere Gewinnmargen in den USA zu erhalten. Vertreter der europäischen Industrie äußern sich besorgt über diesen Trend und stellen fest, dass Anstrengungen wie Patenterweiterungen für Biotechnologie-Medikamente im Vergleich zu den Vorteilen des US-Marktes als unzureichend oder verzögert angesehen werden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Maßnahmen der US-Regierung als auch die Bedenken europäischer Pharma-Interessengruppen, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





