Der Ministerpräsident Andrej Plenković besuchte in Mostar mit Ministern und Beamten im Rahmen eines Arbeitsbesuchs zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina.
Plenković betonte, dass dieser Besuch Teil einer breiteren Regierungsstrategie zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina ist, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf den Rechten und Interessen der außerhalb Kroatiens lebenden Kroaten liegt.
Die derzeitige Initiative umfasst insgesamt rund 36 Mio. EUR, was das anhaltende Engagement aller zuständigen Ministerien und Ämter für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit widerspiegelt.Die kroatische Regierung beteiligt sich an zwei Finanzperspektiven im Rahmen der Europäischen Union und beteiligt sich an grenzüberschreitenden Kooperationsprogrammen, in denen kroatische Partner mit ihren bosnischen und herzegowinischen Kollegen zusammenarbeiten.Bis heute wurden mehr als 117 derartige Projekte mit einem Gesamtvolumen von fast 130 Mio. EUR umgesetzt.Zudem hat Kroatien beschlossen, Mittel aus seinem Staatshaushalt für die weitere Unterstützung gemeinsamer Projekte zu verwenden, die von kroatischen Partnern auf beiden Seiten der Grenze durchgeführt werden.
Ein spezielles Programm zur Unterstützung der Kroaten in Bosnien und Herzegowina, das 2021 gestartet wurde, hat bereits 370 Projekte im Wert von 15 Millionen Euro realisiert. Ein Hauptziel dieser Bemühungen besteht darin, das durch die Erfahrung Kroatiens erworbene Wissen zu teilen und Bosnien und Herzegowina dabei zu helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden, die in den ersten Jahren Kroatiens als Mitgliedstaat der Europäischen Union gemacht wurden. Karlo Ressler, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte die Bedeutung dieses Austauschs und stellte fest, dass es zwar wertvolle Lehren aus Bosnien und Herzegowina gibt, aber ebenso entscheidend ist, die Wiederholung vergangener Fehler zu verhindern.
Derzeit befindet sich Bosnien und Herzegowina aufgrund politischer Blockaden in seinem europäischen Integrationsprozess in einem Stillstand. Bis Ende dieses Jahres und Anfang des nächsten Jahres sollen jedoch neue Strategien auf regionaler, kommunaler, kantonaler und föderaler Ebene entwickelt werden. Diese Strategien sollen darauf abzielen, die Prioritäten und Bedürfnisse Kroatiens in den Kontext der europäischen Politiken, insbesondere im Rahmen der neuen europäischen Finanzperspektive, zu integrieren.
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