Am frühen Abend des Mittwochs, dem 12. August 2026, erreichte in weiten Teilen Europas die Nachfrage nach zertifizierten Sonnenfinsternis-Betrachtungsbrillen ein beispielloses Niveau. Berichte aus mehreren europäischen Ländern zeigten, dass die Vorräte schnell knapp wurden, wobei einige Einzelhändler und Institutionen einen vollständigen Mangel berichteten.
In Spanien, wo sich der Weg der Totalität von der nördlichen Stadt Oviedo bis zur Insel Mallorca erstreckte, stellten viele Händler fest, dass ihr Vorrat erschöpft war. Das Naturhistorische Museum von Madrid, eine von 30 wissenschaftlichen Einrichtungen, die an einer kostenlosen Verteilungskampagne der Regierung teilnahmen, hatte zwei Millionen Paar zertifizierte Schutzbrillen verschenkt. Trotz dieser Bemühungen hatten einige Apotheken in Madrid immer noch begrenzte Vorräte und verkauften sie zu Preisen von drei bis vier Euro pro Paar. In Brüssel, der Hauptstadt Belgiens, wo die Mondabdeckung 90% erreichen würde, berichteten die meisten Optiker, dass sie keinen Restvorrat an zertifiziertem Augenschutz hätten.
Einige Optiker, die es geschafft haben, ein paar Paar zu sichern, verkauften 100 Paare innerhalb von nur 30 Minuten. An der portugiesischen Küste verteilte das Netzwerk Club da Visão, zu dem über 600 Optiker gehören, auch kostenlosen zertifizierten Augenschutz und bot ein Paar pro Person an. Trotz wiederholter Versorgungsbemühungen übertraf die Nachfrage jedoch die verfügbaren Lieferungen bei weitem.
Nur wenige Monate zuvor hatten die Anbieter pro Apotheke etwa 200 Paar angeboten, genug für etwa vier Millionen Menschen. Seine Apotheke verkaufte innerhalb einer Woche die gesamte Bestellung von 200 Paar. Ophthalmologen warnen die Öffentlichkeit aktiv davor, nicht zertifizierte Alternativen wie Sonnenbrillen, getöntes Glas oder hausgemachte Filter zu verwenden. In Spanien haben die Behörden sechs Modelle nicht zugelassener Augenschutzmittel wegen des Risikos von Augenschäden aus dem Verkauf genommen.
Darja Dobovšek Divjak, eine Augenarztin am Universitätsklinischen Zentrum in Ljubljana, erklärte, dass der direkte Blick auf die Sonne ohne Schutz zu photochemischen Reaktionen in der Linse führt, ähnlich wie das Fokussieren von Sonnenlicht auf Papier oder Holz, was zu Verbrennungen führt. Sie betonte, dass nur zertifizierte Augenschutzmittel, die internationalen Standards wie ISO 12312-2 entsprechen, sicher sind, um die Sonnenfinsternis zu beobachten.
Diese sind besonders gefährlich, wenn sie verwendet werden, um die Sonnenfinsternis durch Kameras, Teleskope oder Ferngläser ohne entsprechende Filter zu betrachten. Zertifizierte Schutzbrillen müssen eine Mindestbewertung von DIN 12 haben, um eine ausreichende Filtration zu gewährleisten. In Slowenien, wo die teilweise Sonnenfinsternis sichtbar sein wird, haben örtliche Augenärzte gewarnt, dass selbst eine kurze Exposition ohne Schutz zu schwerwiegenden Folgen führen kann.
In einigen Fällen könnten Eltern versuchen, sich um die Ränder der Schutzbrille zu blicken, was das Risiko weiter erhöht. Mit der Annäherung der Sonnenfinsternis sind Orte mit klarem Blick auf den Himmel sehr begehrt. In Slowenien gehören zu den besten Aussichtspunkten Küstengebiete wie Piran, wo die Sonne teilweise um 84% verdeckt wird. Astronomen empfehlen Orte mit klarem Blick nach Osten, wie das Triglav-Gebiet, wo die Sonnenfinsternis dramatischer sein wird.
Bojan Ambrožič, ein Hobby-Astronom, rät, Orte mit schlechter Sicht nach Westen zu vermeiden, wie zum Beispiel Šmarna Gora, wo es an einer klaren Sicht auf den Horizont mangelt.
Obwohl keiner schweren Schäden erlitten hat, unterstreicht der Vorfall die fortlaufende Notwendigkeit von Sensibilisierungskampagnen für die Öffentlichkeit in Bezug auf die Gefahren ungeschützter Sonnenansicht.
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