Der Flugzeugträger der US-Marine USS Abraham Lincoln befindet sich seit fast neun Monaten auf See, wobei seine Besatzung extreme Bedingungen erleidet, die bei Gesetzgebern und Familien von Dienstenmitgliedern ernsthafte Bedenken ausgelöst haben. Laut Berichten mehrerer amerikanischer Medien, darunter Navy Times und Stars and Stripes, haben einige Seeleute versucht, aus Verzweiflung über Bord zu springen, unter Berufung auf sich verschlechternde Lebensbedingungen, psychische Belastung und unzureichende Vorräte.
Nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran wurde das Schiff jedoch in den Nahen Osten umgeleitet. Seitdem hat die Besatzung mehr als 250 aufeinanderfolgende Tage auf See verbracht, ohne dass jemand seit über 200 Tagen an Land getreten ist. Diese beispiellose Dauer hat zu schwerer körperlicher und geistiger Erschöpfung geführt, wobei viele Matrosen schimmrige Badezimmer, defekte Sanitäranlagen und fehlerhafte Waschsysteme berichteten. Einige Berichte legen nahe, dass heißes Wasser für längere Zeit nicht verfügbar ist und grundlegende Hygieneartikel wie Seife, Zahnpasta und Deodorant knapp sind.
Er beschrieb die Mahlzeiten als dürftig, oft bestehend aus nur einer halben Tasse Reis und zwei Tortillas, während andere Berichte darauf hindeuten, dass sogar sauberes Trinkwasser manchmal knapp ist.
Als Reaktion auf die wachsenden Bedenken schrieb Senator Richard Blumenthal aus Connecticut an Navy-Minister Pete Hegseth und forderte eine Klärung der Bedingungen an Bord der USS Abraham Lincoln.
Bei einem Treffen in San Diego erzählten mehrere Ehegatten erschütternde Geschichten, darunter eine Frau, die enthüllte, dass ihr Mann eine Nachricht geschickt hatte, in der er sagte, er hoffe, nicht am nächsten Tag aufzuwachen. Eine andere Frau erzählte, wie ihr Mann nach wiederholten Verlängerungen seines Einsatzes versucht hatte, über Bord zu springen, nur um von einem anderen Matrosen auf das Deck zurückgezogen zu werden. Diese Vorfälle haben sowohl bei Militärpersonal als auch bei zivilen Beobachtern Empörung ausgelöst, wobei viele in Frage gestellt haben, ob die aktuelle Führung die Krise angemessen angeht.
Trotz dieser Vorwürfe behauptet das Verteidigungsministerium, dass es keine Zunahme der gemeldeten Fälle von Selbstmordgedanken oder Selbstmordversuchen an Bord der USS Abraham Lincoln gegeben hat. Ein Sprecher erkannte die Herausforderungen durch verlängerte Einsätze an, betonte aber, dass medizinische Fachleute und Berater zur Verfügung stehen, um die Besatzung zu unterstützen. Sie erklärten auch, dass der Zugang zu sauberem Wasser und ausreichender Nahrung trotz logistischer Schwierigkeiten konstant bleibt.
In den letzten Jahren hat sich die US-Armee in der Lage gezeigt, die Notwendigkeit eines langen Einsatzes für die psychische Gesundheit und die Einsatzbereitschaft des Militärs zu verbessern. Jüngste Studien haben gezeigt, dass chronischer Stress, Lärm und unzureichende Ruhe erheblich zu psychischen Belastungen des Einsatzpersonals beitragen. Viele Angehörige des Militärs berichten, dass sie sich ununterstützt fühlen und nur begrenzten Zugang zu psychischen Gesundheitsressourcen haben, während sie auf See sind. Kritiker argumentieren, dass die derzeitige Kommandostruktur es versäumt, das Wohlergehen der Truppen zu priorisieren, insbesondere während von Konflikten mit hohem Einsatzrisiko, die mehrere Operationsbereiche betreffen.
Die Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Reformen in der Art und Weise, wie das Militär langfristige Missionen verwaltet und sein Personal unterstützt.
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