" Dieser Ausdruck, der zunehmend auf Social-Media-Plattformen verwendet wird, beschreibt Frauen, die einen Ehepartner haben, aber die meisten, wenn nicht alle, Aufgaben im Zusammenhang mit der Kindererziehung und dem täglichen Haushalt übernehmen. Der Partner ist physisch anwesend, aber trägt wenig oder gar nichts zu diesen Aufgaben bei. Das Phänomen ist eng mit dem Konzept des "Standardelternteils" verbunden, demjenigen, von dem die Familie automatisch annimmt, dass er sich um alles kümmert, was mit Kindern zu tun hat. Wer erinnert sich an den Kinderarzttermin? Wer weiß, wann das Kind Sportaktivitäten hat, was es für die Schule braucht oder wann neue Schuhe benötigt werden?
Wer bleibt zu Hause, wenn das Kind krank ist oder wenn die Kinderbetreuung in letzter Minute ausfällt? In Familien mit ungleichmäßiger Verteilung der Verantwortlichkeiten fallen diese Aufgaben typischerweise auf die Schultern einer Person. Es geht nicht nur um die körperliche Ausführung von Aufgaben, sondern auch um die ständige Planung, Organisation, Antizipierung und Erinnerung, die die sogenannte mentale Belastung ausmachen. Es ist nicht unbedingt so, dass der andere Partner nichts tut. Das Problem entsteht, wenn ein Elternteil die Hauptverantwortung trägt und ständig den anderen fragen muss, erklären muss, was getan werden muss, oder ihn sogar an seine Verpflichtungen erinnern muss. Der Partner ist anwesend, aber nimmt nicht aktiv teil.
Der Begriff "verheiratete Mutter, die alles alleine macht" beschreibt eine extreme Version einer solchen Dynamik. Zum Beispiel bereitet die Mutter die Kinder aufs Bett vor, räumt auf, plant den nächsten Tag und beantwortet die Fragen der Kinder, während der Partner zu Hause ist, sich aber praktisch nicht mit familiären Verantwortlichkeiten beschäftigt. Dies ist auch mit dem Ausdruck "strategische Unfähigkeit" verbunden, der sich auf Verhalten bezieht, bei dem jemand bestimmte Verantwortlichkeiten vermeidet, indem er behauptet, dass er sie nicht tun kann oder dass die andere Person besser geeignet ist. Ein Beispiel ist ein Elternteil, der Windeln wechselt, weil er sagt, dass er nicht weiß, wie, und die Aufgabe immer dem anderen überlässt.
Die Hauptsache ist, dass die Fürsorge für die eigenen Kinder nicht als eine Aufgabe für einen Elternteil angesehen werden sollte, bei der der andere gelegentlich hilft. Die Fürsorge für die Kinder ist die gemeinsame Verantwortung beider Elternteile. Nicht jede ungleiche Arbeitsteilung bedeutet, dass dieser Begriff gilt. Der Begriff ist nicht für jede Beziehung gedacht, in der ein Partner während bestimmter Zeiträume mehr Haushaltsverantwortung übernimmt. " Ebenso reicht es nicht aus, dass der Partner das Geschirr im Spülbecken lässt oder vergisst, einige Hausarbeiten zu erledigen.
Dies bezieht sich in erster Linie auf ein langfristiges Muster, bei dem ein Elternteil fast die gesamte Verantwortung für die Kinder und die Organisation des Familienlebens übernimmt, während der andere, obwohl er anwesend ist, passiv bleibt.
Daher glauben Kritiker, dass der Begriff "verheiratete Mutter, die alles alleine macht" die Schwere ihrer Situation verringern könnte. Auf der anderen Seite spiegelt der Begriff deutlich die Frustration vieler Frauen wider, die trotz einer Partnerschaft das Gefühl haben, keine wirkliche Partnerin bei der Kindererziehung zu haben. Das Gefühl, dass eine Person ständig für andere sorgen, planen und erinnern muss, ist eines der zentralen Elemente in Diskussionen über die mentale Belastung in Familien. Die Frage bleibt, ob solche Familienbeziehungen wirklich neue Begriffe erfordern.
Viele Frauen finden Trost darin, sich mit dem Begriff zu identifizieren, doch es wird immer mehr anerkannt, daß diese Menschen wirklich Unterstützung und nicht zusätzliche Etiketten brauchen.
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