Die neue ungarische Regierung unter der Leitung von Peter Magyar hat den Flüchtlingsstatus des ehemaligen polnischen Justizministers Zbigniew Ziobro und seines Assistenten Marcin Romanowski, die nach dem Ausscheiden aus Ungarn geflohen waren, widerrufen. Diese Entscheidung erlaubt Polen, rechtliche Schritte gegen sie wegen angeblichen Machtmissbrauchs einzuleiten. Der Schritt kommt nach der Niederlage von Viktor Orbán bei den Wahlen im April gegen Magyar, und Orbán hatte Ziobro, Romanowski und Ziobrows Frau zuvor Asyl gewährt. Der polnische Außenminister bestätigte den Widerruf ihres Flüchtlingsstatus und die Ungültigkeit ihrer Reisedokumente mit der Aussage: "Die Räder der Gerechtigkeit drehen sich langsam, aber sie drehen sich". Ziobro und Romanowski, beide ehemalige Mitglieder der nationalistischen Partei Recht und Gerechtigkeit in Polen, werden wegen Missbrauchs von Geldern, die für Opfer von Straftaten bestimmt sind, angeklagt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Situation sachlich dar und zitiert sowohl polnische als auch ungarische Aktionen sowie Aussagen der beteiligten Parteien und internationale Reaktionen.





