Die türkische Polizei verhaftete vor dem NATO-Gipfel in Ankara, der am 7. Juli beginnt, Dutzende von Aktivisten und Politikern, die die NATO kritisieren. Die Verhaftungen fanden am frühen Sonntagmorgen in mehreren Provinzen statt und richteten sich an Personen, die mit Oppositionsparteien und linken Organisationen in Verbindung stehen, die unter dem Banner "Keine Koordination mit der NATO" stehen, das sich gegen die Teilnahme der Türkei am Militärbündnis ausspricht. Unter den Inhaftierten waren Führer der Labour Party und ihrer Jugendorganisation sowie Mitglieder der Arbeiterpartei und Gewerkschaften in Antalya. Die "Socialist Fight Initiative" berichtete von der Verhaftung von fünf Mitgliedern in Izmir. Juristische Gruppen wie die "Contemporary Lawyers Association" verurteilten die Massenverhaftungen als politisch motiviert und mit dem Ziel, der NATO ein günstiges Image zu verleihen. Über 220 Menschen wurden festgenommen, 178 unter Vorbehaltsbefehl. Oppositionsführer Özgür Özel bezeichnete die Verhaftungen als "beschämmend, die Behörden zu beschuldigen, ausländische Staatsbürgernern das Leben zu nehmen, nur weil die Teilnahme am Gipfel schwierig ist".
Tendenz-Einschätzung (Links): In dem Artikel werden die Verhaftungen als politisch motivierte Aktionen der Regierung gegen Kritiker der NATO dargestellt, wobei die Haltung der Opposition und die Verurteilung der Rechtsgruppen hervorgehoben werden.




