Die Polizei hat Rakesh Naidoo, einen hochrangigen neuseeländischen Polizeibeamten und Kandidaten der Labour-Liste, nach einer internen Überprüfung der Vorwürfe, er habe Informationen mit der Oppositionspartei unangemessen geteilt, von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass Naidoos Kommunikation mit Labour, die über seine offizielle Polizeie-E-Mail durchgeführt wurde, innerhalb der Grenzen seiner beruflichen Verantwortlichkeiten lag. Superintendent Naidoo, der als Manager für nationale Partnerschaften für ethnische, iwi und Gemeinschaften fungiert, entschuldigte sich für die Verwirrung um die Zeitleiste seiner politischen Aktivitäten und räumte ein, dass einige Medienberichte ungenaue Informationen erhalten hatten.
Die Überprüfung, die nach öffentlichem Widerstand gegen Naidoo's Kandidatur eingeleitet wurde, fand keine Beweise für Verstöße gegen die Politik oder Verstöße gegen die Vertraulichkeit. Assistant Commissioner Tim Anderson, der die Untersuchung beaufsichtigte, erklärte, dass Naidoo's Handlungen zwar angemessen waren, es aber für ihn klug gewesen wäre, die Polizeiführung früher über seine politischen Diskussionen zu informieren.
Diese Enthüllung kam durch eine offizielle Informationsgesetz-Anfrage ans Licht, die während der Notfallsitzung der Nationalen Partei überprüft wurde. Die Informationen zeigten, dass Naidoo seinen unmittelbaren Vorgesetzten seine politischen Absichten viel früher als in der von Polizeikommissar Richard Chambers und Polizeiminister Mark Mitchell festgelegten Zeitlinie offenbart hatte. Diese Diskrepanz führte zu weiteren Untersuchungen und zur Kritik an der Transparenz und Genauigkeit der ersten Aussagen der Polizeibehörden.
Chambers, der in dieser Angelegenheit weitgehend schwieg, hatte Naidoo zuvor nach der Ankündigung seiner Labour-Kandidatur als "unhaltbar" bezeichnet. Die jüngsten Ergebnisse haben jedoch die Bedenken von Mitchell, der weiterhin Vorbehalte gegen Naidoo äußert, nicht vollständig unterdrückt. Mitchell wies darauf hin, dass seine Bedenken über die Timeline-Frage hinausgehen und verwies auf ein separates Briefing, an dem Naidoo kurz vor der Enthüllung seiner politischen Bestrebungen teilgenommen hatte.
Mitchell lehnte es ab, auf den Inhalt des Briefings zu eingehen und verwies auf den Rechtsschutz nach dem Gesetz über amtliche Informationen. Dennoch bekräftigte er, dass das Niveau der Mitteilung von Naidoo aufgrund seines Ranges und des Zugangs zu sensiblen Informationen unzureichend war. Er argumentierte, dass stärkere Protokolle hätten eingeführt werden sollen, um solche Situationen in der Zukunft zu verhindern.
Der Labour-Chef Chris Hipkins begrüßte die Freigabe und erklärte, dass sie Naidoos Handlungen bestätigte und seine Verpflichtung bekräftigte, in gutem Glauben zu handeln. Hipkins wies auf die eigenen Dokumente der Partei über einen langwierigen Dialog mit Naidoo hin, der zu seiner Kandidatur führte. Für den Polizeidienst hat der Vorfall verbleibende Fragen zur internen Kommunikation und Rechenschaftspflicht hinterlassen. Während die formelle Untersuchung abgeschlossen ist, bleiben die weiteren Auswirkungen auf Vertrauen und Transparenz ungelöst.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden