Ein Handelsschiff unter indischer Flagge sank vor der Küste des Jemen im Roten Meer nach einem Angriff. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Hafenstadt Hodeida, wobei alle 14 Besatzungsmitglieder von der jemenitischen Küstenwache gerettet wurden. Der Angriff hat Bedenken hinsichtlich der maritimen Sicherheit in der Region geweckt, obwohl der Täter noch unbekannt ist. Das Schiff namens Faize Noor Oliya wurde nach Angaben eines namenlosen jemenitischen Beamten südlich von Hodeida angegriffen, der von der französischen Nachrichtenagentur AFP zitiert wird.
Der indische Minister für Schifffahrt Sarbananda Sonowal bestätigte über die Social Media Plattform X, dass das Schiff in der Nähe von jemenitischem Wasser von einer Rakete getroffen wurde, was dazu führte, dass es umkippte und sank. Er verurteilte den Angriff und erklärte, dass er weder unerwartet noch akzeptabel war. Ein Sprecher des indischen Außenministeriums bekräftigte dieses Gefühl und betonte, dass Angriffe auf Handelsschiffe in der Region enden müssen. Die Regierung des Jemen schrieb den Houthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, die Verantwortung für den Angriff zu, wie die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtete.
Die Houthi-Gruppe, die für frühere Angriffe auf Schiffe in der Region bekannt ist, hat sich laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa noch nicht zu dem Vorfall geäußert.
Während keine Gruppe offiziell die Verantwortung für den Angriff übernommen hat, weist die Anschuldigung der jemenitischen Regierung auf die Houthi-Rebellen als die wahrscheinlichen Schuldigen hin. Indien hat sich in den letzten Jahren ständig Sorgen um die Sicherheit seiner Handelsflotte im Golf von Aden und im Roten Meer geäußert. Mehrere Schiffe mit indischer Flagge wurden von Houthi-Projektilen angegriffen oder beschädigt, was zu Forderungen nach einer erhöhten Marinepräsenz und internationaler Zusammenarbeit zur Sicherung lebenswichtiger Schifffahrtkorridore führte.
Der Angriff auf die Faize Noor Oliya unterstreicht die breitere Konfliktdynamik im Jemen, wo Houthi-Rebellen weiterhin die international anerkannte Regierung herausfordern. Die Rebellen haben die jemenitische Regierung seit langem beschuldigt, ausländische Unterstützung zu erhalten, insbesondere von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten, während die Houthi-Bewegung selbst Unterstützung aus dem Iran erhält.
Die internationale Seeschifffahrtsorganisation und andere globale Gremien können sich ebenfalls mit Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Roten Meer befassen, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf der Gewährleistung der Sicherheit von Besatzungen und Fracht sowie der Verfolgung der Verantwortlichen für solche Aggressionen gegen zivile Schiffe liegt.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden