Das Parlament von Papua-Neuguinea hat offiziell die Ergebnisse des Unabhängigkeitsreferendums von Bougainville erhalten, was einen entscheidenden Moment im langjährigen politischen Diskurs der Region darstellt. 7% der Wähler unterstützen die Unabhängigkeit, wurde am Donnerstag, den 27. August 2026, in der nationalen Gesetzgebung vorgelegt, obwohl eine endgültige Entscheidung über ihre Ratifizierung noch aussteht. Die Parlamentssitzung endete mit einer Debatte über die Ergebnisse des Referendums, was das Schicksal von Bougainville für mehrere Monate unsicher machte.
Das Referendum von Bougainville, das 2019 stattfand, war ein Meilenstein in der Geschichte der Insel und stellte den Höhepunkt jahrzehntelanger Verhandlungen dar, die darauf abzielten, den Konflikt nach dem Bürgerkrieg von Bougainville 1997 zu lösen. Das Ergebnis, das überwältigend für die Unabhängigkeit war, hat erneute Diskussionen über die zukünftigen Beziehungen zwischen Bougainville und Papua-Neuguinea ausgelöst.
Der Oppositionsführer James Nomane betonte die Notwendigkeit einer Klarheit über den Zeitpunkt der bevorstehenden Abstimmung und stellte fest, dass viele Abgeordnete erst vor kurzem wichtige Dokumente wie den Gemeinsamen Konsultationsbericht und den Melanesischen Rahmen erhalten hatten. Er forderte die Regierung auf, detaillierte Informationen über beide möglichen Ergebnisse zu liefern, ob Bougainville Unabhängigkeit erlangt oder Teil von PNG bleibt, um eine informierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Premierminister James Marape versicherte den Gesetzgebern, dass seine Regierung Pläne für beide Szenarien vorbereitet habe. In einer Erklärung nach der Debatte kündigte er an, dass PNG- und Bougainville-Beamte im Oktober zusammenkommen würden, um den Zeitplan für die parlamentarische Abstimmung zu finalisieren.
Marape forderte auch eine ausgewogene Berücksichtigung beider Perspektiven und forderte die Abgeordneten auf, über die Erfahrungen der Bougainvilleaner nachzudenken und gleichzeitig die breiteren Interessen der Bürger von PNG anzuerkennen. Der regionale Vertreter für Bougainville im Parlament von PNG, Peter Tsiamalili Jr., hob die Bedeutung der Aufrechterhaltung eines respektvollen und reifen Dialogs während des gesamten Prozesses hervor. Er betonte, dass die Entscheidung nicht nur nach ihrem Ergebnis, sondern auch nach der Art und Weise beurteilt werden würde, wie sie erreicht wurde.
Er argumentierte, dass der fortgesetzte Dialog bei der Suche nach dauerhaften Lösungen und der Förderung der Einheit unter den Völkern Melanesiens von wesentlicher Bedeutung sein würde. Minister für Bougainville-Angelegenheiten Manasseh Makiba skizzierte die im Melanesian Framework beschriebenen Verfahrensschritte, die einen strukturierten Weg zu einer erhöhten Autonomie für Bougainville im Falle einer Zustimmungswahl skizzieren. Diese Periode würde es Bougainville ermöglichen, nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen, während sie unter der breiteren Regierungsstruktur von PNG bleibt. Trotz der in den letzten Wochen erzielten Fortschritte bestehen weiterhin Herausforderungen bei der Angleichung der Erwartungen sowohl von PNG als auch von Bougainville.
Der Mangel an Konsens über bestimmte Aspekte des Friedensvertrags erschwert weiterhin die Bemühungen, voranzukommen. Während sich die Nation auf die nächste Phase dieses komplexen politischen Prozesses vorbereitet, liegt der Fokus weiterhin darauf, sicherzustellen, dass alle Stimmen gehört werden und dass die Entscheidung die besten Interessen beider Gemeinschaften widerspiegelt.
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