In Serbien stehen Personen, die von Boulevardzeitungen kritisiert werden, wegen Verleumdung vor Gericht, was sie zu erheblichen Schadensersatzansprüchen führt. Laut Anwalt Ivan Ninić gab es im Vergleich zu den Vorjahren einen signifikanten Anstieg der Klagen gegen Boulevardzeitungen. Öffentliche Persönlichkeiten, Journalisten und gewöhnliche Bürger greifen oft auf rechtliche Maßnahmen als ihre einzige Form des Schutzes zurück. Die gerichtliche Praxis erlaubt eine Entschädigung von 80.000 bis 100.000 serbischen Dinaren für Verleumdung, die durch das Geld der Bürger finanziert wird. Journalisten wie Željko Veljković von Nova Televizija berichten, dass sie aufgrund ihrer Ansichten ins Visier genommen werden, wobei Beispiele Kritik an der Wahl Kroatiens für den Urlaub beinhalten.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel beschreibt die Situation als einen Missbrauch rechtlicher Mechanismen durch Boulevardzeitungen, die als Instrumente des Regimes fungieren und systematische Probleme mit der Meinungsfreiheit und dem Angriff auf Kritiker hervorheben.






