Die Fotografin Stella Nastou hat die dauerhafte Stille des antiken Messene durch eine Reihe von eindrucksvollen Bildern festgehalten, die sich über 2000 Jahre Geschichte erstrecken. Die Ausstellung mit dem Titel Messene oder Die Macht in der Stille der Zeit läuft bis zum 30. August am Eingang des Athener Konzerthalls und bietet den Zuschauern eine visuelle Reise von 369 v. Chr. bis heute. Nastous Fotografien konzentrieren sich auf die ruhige Schönheit der archäologischen Stätte im Südwesten des Peloponnes und betonen die zeitlose Natur der Ruinen anstatt ihrer historischen Größe.
In dieser Zeit flüchteten viele Einheimische, um der Sklaverei zu entgehen, aber die Gründung der Stadt bot diesen Exilanten die Möglichkeit, zurückzukehren und eine neue gemeinsame Identität zu schaffen. Mit der Unterstützung der Thebaner wurde die Stadt in den folgenden Jahrhunderten zu einem Zentrum für politische, religiöse und künstlerische Aktivitäten.
Während die ersten Untersuchungen Ende des 19. Jahrhunderts begannen, leitete Themelis ein großes modernes Ausgrabungsvorhaben, das über drei Jahrzehnte dauerte. Seine Arbeit entdeckte Schlüsselstrukturen wie das Theater, Asclepieion, Stadion, Agora, Ekklesiasterion, Odeon, Heiligtümer und Befestigungen und enthüllte das Layout und die Essenz der antiken Stadt. Nastou's fotografischer Ansatz spiegelt diese Ehrfurcht für die Vergangenheit wider. Statt sich auf dramatische Elemente zu konzentrieren, hebt sie die subtilen Details hervor, Marmorstücke, wilde Vegetation, die in Felsspalten wächst, das Zusammenspiel von Licht und Schatten und der weite Horizont. Vor den Ruinen steht sie und beobachtet, was lange nach der menschlichen Präsenz verschwindet.
Der geographische Kontext des antiken Messene fügt historische Bedeutungen hinzu. Die Stätte blickt auf das Meer, mit dem nahe gelegenen Inselchen Sfaktiria am Horizont sichtbar. Dieser Aussichtspunkt verbindet zwei entscheidende Momente in der griechischen Geschichte: die Gründung von Messene im Jahr 369 v. Chr. und die Schlacht von Navarino im Jahr 1827, bei der die kombinierten Flotten von England, Frankreich und Russland die osmanischen Streitkräfte während des griechischen Unabhängigkeitskrieges entscheidend besiegten. Diese Ereignisse, obwohl sie durch Jahrhunderte getrennt sind, teilen einen gemeinsamen Faden von Kampf und Widerstandsfähigkeit, der in der Landschaft selbst eingekapselt ist.
Die Geographie der Region selbst spricht Bände und verbindet die Ursprünge der antiken Stadt mit der breiteren Erzählung der griechischen Unabhängigkeit. Die Bilder erfassen die Essenz von Freiheit, Vertreibung, Rückkehr und Erneuerung, die alle an diesem einzigartigen Ort zusammenkommen. Durch ihre Linse wird der Betrachter eingeladen, über den Lauf der Zeit und das dauerhafte Erbe menschlicher Bemühungen nachzudenken.
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