Das argentinische Bankensystem hat begonnen, vorsichtig die Liquidität in den privaten Sektor wieder einzuführen und zielt in erster Linie auf Unternehmen und nicht auf Haushalte. Diese Verschiebung kommt inmitten einer zehnmonatigen Kontraktion der Geldbasis, wobei die Reallöhne seit Jahresbeginn um 9,5% zurückgingen. Während die kommerziellen Kredite im Juni um 0,3% pro Monat gestiegen sind, bleibt die Kreditvergabe an Haushalte aufgrund der hohen Familienverschuldung eingeschränkt, die seit dem Ende des Konvertibilitätszeitalters Rekordhöhe erreicht hat. Ökonomen stellen fest, dass überschüssige Liquidität durch Auktionen in institutionelle Kanäle wie die Zentralbank und das Schatzamt geleitet wird, was das Geldmengenwachstum reduziert. Die Erholung der Kredite scheint durch niedrigere Zinsen und eine vorsichtige wirtschaftliche Reaktivierung getrieben zu werden, obwohl strukturelle Probleme wie niedrige städtische wirtschaftliche Aktivität und steigende Rückstände ungelöst bleiben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Analyse der argentinischen Finanzlage, in der sowohl der vorsichtige Ausbau der Kreditvergabe an Unternehmen als auch die anhaltenden Beschränkungen der Kreditvergabe an private Haushalte diskutiert werden.





