Die peruanischen Behörden haben bestätigt, dass ein weit verbreitetes Video, das einen Flugzeugabsturz zeigt, erfunden wurde, was neue Fragen über die Untersuchung des Vorfalls aufwirft, bei dem am vergangenen Samstag sieben italienische Touristen ums Leben kamen. Das ursprünglich von einem lokalen Fernsehsender in Piura geteilte Material wurde als nicht mit den Beweisen übereinstimmend angesehen, die an der Wrackstelle gefunden wurden. Beamte der Nationalen Zivilluftfahrtsicherheitsagentur (Ansv) Perus informierten die Ermittler, dass das Video nicht mit dem physischen Zustand des Flugzeugwracks übereinstimmt und darauf hindeutet, dass es irreführend oder völlig falsch sein könnte.
Die Bestätigung kommt inmitten der laufenden Bemühungen, die Ursache des Absturzes einer kleinen Cessna 208B Grand Caravan zu ermitteln. Das Fehlen von Flugdatenrecordern, allgemein bekannt als Black Boxes, hat die Ermittlungen kompliziert. Die Beamten betonten jedoch, dass der Mangel an solchen Geräten zwar Herausforderungen darstellt, andere Beweismittel jedoch wertvolle Einblicke in die Abfolge der Ereignisse liefern können, die zur Katastrophe führten. Mikael Amura, Direktor für Ermittlungen und proaktive Prävention bei Ansv, erklärte, dass die Ermittler sich auch ohne Black Box-Daten auf mehrere Informationen verlassen können, um den Vorfall zu rekonstruieren.
Er erläuterte mehrere mögliche Untersuchungslinien, darunter die Positionierung des Wracks und seiner Komponenten, die die Orientierung und strukturelle Integrität des Flugzeugs vor dem Aufprall anzeigen könnten. Zusätzlich könnten Anzeichen von Brandschäden helfen festzustellen, ob ein Feuer während des Fluges oder nach dem Absturz ausgebrochen ist. Die Ermittler werden auch die Konfiguration des Flugzeugs zum Zeitpunkt des Vorfalls untersuchen, wie die Position der Klappen, die Trimm-Einstellungen und das Landegerät. Diese Details könnten Hinweise darauf geben, wie das Flugzeug vor dem Absturz betrieben wurde. Amura stellte fest, dass elektronische Geräte wie Tablets oder Mobiltelefone, die aus dem Wrack geborgen wurden, nützliche Daten für die Untersuchung enthalten könnten.
Amura betonte, dass es trotz dieser Einschränkung immer noch zahlreiche Möglichkeiten für das Ermittlungsteam gebe. "Wir haben die Notwendigkeit, dass die Flugzeuge mit einer Black Box ausgestattet werden, um die Flugbahn und alle aufgetretenen Anomalien zu ermitteln", sagte Amura.
Die Behörden haben die genaue Ursache des Absturzes noch nicht bekannt gegeben, sammeln jedoch weiterhin Beweise von der Wrackstelle. Die Untersuchung umfasst die Überprüfung von Wartungsunterlagen und die Untersuchung von mechanischen Fehlern oder Pilotenfehlern, die zum Unfall beigetragen haben könnten. Die Ermittler arbeiten auch mit den Familien der Opfer zusammen, um mehr Informationen über den Flug und die Aktivitäten der Passagiere vor dem Vorfall zu sammeln.
Nachdem das Video nun als Fälschung bestätigt wurde, wendet sich die Aufmerksamkeit wieder auf die physischen Überreste des Flugzeugs und die technischen Aspekte des Fluges. Die Ermittler hoffen, dass sie durch eine sorgfältige Untersuchung dieser Elemente die Wahrheit hinter der Tragödie aufdecken und ähnliche Vorfälle in der Zukunft verhindern können.
Da die Suche nach Antworten fortgesetzt wird, liegt der Schwerpunkt darauf, dass alle möglichen Hinweise gründlich untersucht werden, auch wenn es keine traditionellen Flugdatenspeicher gibt.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden