Innerhalb der Volksmacht-Partei haben sich die Spannungen zu einer Krise über Führung und Richtung entwickelt, wobei der Vorsitzende Jang Dong-hyeok nach den schlechten Ergebnissen der Kommunalwahlen im Juni unter starkem Druck steht, zurückzutreten.
Die Situation gewann an Dynamik, als reformistische Mitglieder, die unter einer inoffiziellen Gruppe organisiert waren, fast 10.000 Unterschriften sammelten, die Jang's Rücktritt forderten. Diese Kampagne, die am 22. Juni initiiert wurde, umfasst sowohl gebührenpflichtige Mitglieder als auch Nichtmitglieder der Partei, was auf eine breite Unzufriedenheit mit Jang's Führung hinweist.
Jang ist jedoch trotzig geblieben und hat sich geweigert zurückzutreten, auch wenn reformistische Abgeordnete auf seine Abreise drängen. In einem kürzlich veröffentlichten Social-Media-Post erklärte er, dass er unabhängig von den Ergebnissen der internen Treffen der Partei nicht zurücktreten würde.
Unterdessen wurde die Partei wegen angeblicher Disziplinarmaßnahmen gegen bestimmte Abgeordnete kritisiert. In einer durchgesickerten Textnachricht, die auf der Kamera festgehalten wurde, wurde darauf hingewiesen, dass einige konservative Abgeordnete wegen ihrer Unterstützung von Han Dong-hoon, dem ehemaligen Vorsitzenden der People Power Party, der kürzlich eine Nachwahl gegen ein aktuelles Parteimitglied gewonnen hat, für Disziplinarmaßnahmen in Betracht gezogen werden. Die Partei stellte klar, dass diese Nachricht zwar keine offizielle Position darstellt, aber die Kontroverse die Kluft zwischen Jang's Fraktion und der reformistischen Minderheit verstärkt hat.
Der Abgeordnete Park Jeong-hun, einer der Zielpersonen der Disziplinargespräche, behauptete, dass die Verschiebung der konservativen Wähler in Richtung Han bei den Zwischenwahlen in Busan Jang's Versagen, sich mit der Wählerschaft zu verbinden, hervorgehoben habe. Er warnte, dass, wenn Jang's Fraktion weiterhin die Macht in einer Weise ausübt, die demokratische Normen bedroht, dies die Forderungen nach seinem Rücktritt weiter rechtfertigen könnte.
Ebenso verteidigte der Abgeordnete Jin Jong-oh, ein weiteres Ziel des Disziplinarverfahrens, seine Unterstützung für Han, indem er erklärte, dass es eher mit der öffentlichen Stimmung übereinstimmt als ethische Richtlinien zu verletzen.
Mit der Petition, die fast 10.000 Unterschriften erreicht hat, wird der Druck auf Jang wahrscheinlich zunehmen, insbesondere wenn die Partei mit Disziplinarmaßnahmen gegen reformistische Abgeordnete fortfährt. Das Ergebnis dieses inneren Kampfes könnte die zukünftige Entwicklung der Partei erheblich beeinflussen und ihre Politik und ihr öffentliches Image in den kommenden Monaten prägen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.
Unterstützer werden