Das US-Verteidigungsministerium arbeitet Berichten zufolge an einer neuen Nuklearstrategie, die eine Verschiebung vom bisherigen abschreckungsbasierten Ansatz zu einer stärkeren Betonung des Einsatzes taktischer Atomwaffen im Falle eines regionalen Konflikts mit zwei Großmächten, insbesondere China oder Russland, darstellt. Laut einem exklusiven Bericht von NBC News könnte der von dem hochrangigen Verteidigungsbeamten Elbridge Colby vorbereitete Strategieentwurf von der jahrzehntelangen amerikanischen Nukleardoktrin abweichen. Die neuen Regeln würden, wie berichtet, den potenziellen Einsatz von Kurzstrecken-Atomwaffen in begrenzten militärischen Operationen und nicht als Teil eines breiteren Atomwaffenaustauschs betonen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, zu verhindern, dass Konflikte zu einem umfassenden Atomkrieg eskalieren, und gleichzeitig Gegnern wie Russland oder China zu verhindern, Situationen auszunutzen, in denen die USA möglicherweise mehrere Krisen-Hotspots bewältigen müssen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen faktischen Überblick über die sich entwickelnde Nuklearstrategie des US-Militärs und die entsprechenden Anpassungen Russlands, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.



