PCOS wurde in PMOS umbenannt, um den Gesundheitszustand von Frauen besser zu reflektieren
Mehr als 50 Patienten- und Fachorganisationen, darunter die Endokrine Gesellschaft, haben gemeinsam den medizinischen Zustand, der zuvor als Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) bekannt war, in Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome (PMOS) umbenannt. Diese Änderung zielt darauf ab, die Komplexität der Erkrankung und die Vielfalt der Symptome, die Frauen erfahren, wie z. B. hormonelle Schwankungen, die Gewicht, Stoffwechsel, psychische Gesundheit, Haut und das Fortpflanzungssystem beeinflussen, besser widerzuspiegeln. Experten argumentieren, dass der alte Name wissenschaftlich irreführend war, da er fälschlicherweise eine erhöhte Anwesenheit von abnormalen Eierstockzysten nahelegte. Der Umbenennungsprozess beinhaltete umfangende Beiträge aus über 22.000 Umfragen, internationalen Workshops und Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsfachleuten und Patienten. Der neue Name betont die wissenschaftliche Genauigkeit, reduziert Stigmatisierung und gilt als kulturellokumentiert. Der Übergang zu PMOS wird über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen, der in die Internationalen Richtlinien von 2028 gipfelte.
Mehr als 50 Patienten- und Berufsorganisationen, darunter die Endokrin-Gesellschaft, haben sich in einer globalen Anstrengung zusammengeschlossen, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) in das polyendokrine metabolische Ovarialsyndrom (PMOS) umzubenennen.
Der neue Name, PMOS, spiegelt die hormonellen Ungleichgewichte und Stoffwechselprobleme wider, die mit der Erkrankung verbunden sind und die die Gewichtskontrolle, das psychische Wohlbefinden, die Hautgesundheit und die Fortpflanzungsfunktion beeinflussen.
Diese Initiative stellt die größte Anstrengung dar, die jemals unternommen wurde, um einen medizinischen Zustand umzubenennen, so Teede, der die Bedeutung der Anpassung des Namens an genaue Wissenschaft, effektive Kommunikation und kulturelle Sensibilität hervorhob. Ein Schlüsselaspekt des Umbenennungsprozesses bestand darin, sicherzustellen, dass der neue Name die Stigmatisierung der Sprache vermied und die vielfältigen kulturellen Zusammenhänge respektierte. Professor Terhi Piltonen, Präsident der International Androgen Excess and Polycystic Ovary Syndrome Society (AE-PCOS Society), betonte, dass der Name sowohl wissenschaftlich fundiert als auch kulturell angemessen sein musste.
Sie stellte fest, dass bestimmte reproduktive Begriffe in bestimmten Regionen negative Konnotationen haben und die Gesundheit von Frauen potenziell beeinträchtigen könnten. Die Initiative umfasste mehr als 56 Patienten- und Berufsgruppen, über 22.000 Umfrageantworten und zahlreiche internationale Workshops mit Patienten und multidisziplinären Gesundheitsfachleuten. Diese Bemühungen trugen zur Gestaltung des neuen Namens bei, der die metabolischen und hormonellen Dimensionen der Erkrankung integriert und dabei veraltete Terminologie vermeidet.
Die Forscher, die an dem Projekt teilnahmen, bestätigten, dass es keine erhöhte Prävalenz von abnormalen Ovarialzysten gibt, die mit der Erkrankung verbunden sind, was die Notwendigkeit einer überarbeiteten Bezeichnung weiter unterstützt.Rachel Morman, Vorsitzende von Verity (PCOS UK), lobte den neuen Namen für seine Klarheit und Inklusivität.Sie erklärte, dass das vorherige Label die breiteren Auswirkungen der Erkrankung nicht angemessen darstellte. "Es ist fantastisch, dass der neue Name jetzt mit Hormonen führt und die metabolische Dimension der Erkrankung anerkennt", sagte sie.
Morman glaubt, dass die Änderung ein größeres Verständnis der Öffentlichkeit fördern und die Anerkennung von PMOS als ein komplexes, chronisches Gesundheitsproblem und nicht als eine Störung, die hauptsächlich durch Ovarialzysten definiert wird, fördern wird. Lorna Berry, eine australische Patientenbefürworterin, die mit der Erkrankung lebt, äußerte die Hoffnung, dass der neue Name zu einer verbesserten Diagnose und Behandlung für zukünftige Generationen führen wird. Sie nahm an dem Umbenennungsprozess teil und glaubt, dass die aktualisierte Terminologie sowohl persönliche Erfahrungen als auch die systemische Pflege verbessern kann.
Mit dem Beginn des Übergangs zu PMOS erwarten die Interessengruppen einen allmählichen, aber wirkungsvollen Wandel in der klinischen Praxis, im Bildungsmaterial und im öffentlichen Diskurs. Mit der fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Klinikern und Interessengruppen soll sichergestellt werden, dass der neue Name nicht nur das aktuelle wissenschaftliche Wissen widerspiegelt, sondern auch bedeutende Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung von Frauen weltweit unterstützt.
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