Das Vereinigte Königreich befindet sich derzeit unter Kontrolle, da es seinen mehrere Millionen Pfund schweren Vertrag mit dem amerikanischen Technologieunternehmen Palantir, das die Federated Data Platform (FDP) des National Health Service verwaltet, überprüft. Diese Überprüfung erfolgt inmitten wachsender politischer und öffentlicher Besorgnis über die Auswirkungen, wenn ein privates Unternehmen - insbesondere ein Unternehmen mit engen Verbindungen zum US-Militär - große Mengen sensibler persönlicher Gesundheitsdaten verarbeiten darf. Ein parteiübergreifender parlamentarischer Ausschuss hat die Regierung aufgefordert, das volle Ausmaß des Zugriffs von Palantir auf Patientendaten offenzulegen, einschließlich der Frage, ob es identifizierbare oder anonymisierte Informationen sammelt und auf welchen rechtlichen Gründen ein solcher Zugriff erlaubt ist.
Die Kontroverse um den Vertrag geht auf das Jahr 2023 zurück, als Palantir einen 330 Millionen Pfund schweren Deal zur Überwachung des FDP abschloss, einer zentralisierten digitalen Infrastruktur, die zur Integration unterschiedlicher NHS-Systeme entwickelt wurde.
Abgeordnete beider großen Parteien haben zunehmend ihr Unbehagen geäußert und die Regierung aufgefordert, sich auf eine "Break-Klausel" im Vertrag zu berufen, die es ihnen ermöglichen würde, die Vereinbarung bis 2027 zu kündigen. Sie argumentieren, dass dieser Zeitraum genutzt werden sollte, um alternative Lösungen innerhalb des Vereinigten Königreichs zu erforschen, anstatt sich auf ein ausländisches Unternehmen zu verlassen.
Kritiker der Partnerschaft weisen auf die weiteren Auswirkungen hin, wenn eine einzige Einheit mit einer solchen kritischen Infrastruktur beauftragt wird. Experten warnen, dass selbst wenn Palantir aus der Gleichung entfernt würde, der Schaden durch seine Integration in den NHS bestehen bleiben könnte.
Die Opposition gegen Palantir erstreckt sich über den NHS hinaus. Mehrere lokale Regierungen und öffentliche Institutionen haben sich gegen die Einführung von Palantir-Technologien geweigert. Der Bürgermeister von London lehnte einen vorgeschlagenen Vertrag mit der Metropolitan Police in Höhe von 50 Millionen Pfund ab, unter Berufung auf unsachgemäße Beschaffungsabläufe.
Trotz dieser Einwände verteidigen einige Interessengruppen weiterhin die FDP und betonen ihre potenziellen Vorteile für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Ein Sprecher der Metropolitan Police erklärte, dass das Pilotprogramm mit Palantir es der Polizei ermöglicht, die Daten, die sie legal besitzt, zu konsolidieren, was eine effizientere Identifizierung von Wohlfahrts- oder kulturellen Bedenken ermöglicht.
Während die Debatte weitergeht, konzentriert sich der Fokus weiterhin darauf, Innovation mit Privatsphäre und Sicherheit in Einklang zu bringen. Mit der sich abzeichnenden Bruchklausel steht die Regierung unter zunehmendem Druck, zu entscheiden, ob sie den Vertrag fortsetzt oder nach inländischen Alternativen sucht.
3 Berichte
ReutersUnabhängigMittevor 24 Tagen Großbritannien überprüft den Vertrag von Palantir mit dem NHS unter Druck, die Breakaufklausel zu verwendenDie britische Regierung überprüft derzeit ihren Vertrag mit Palantir Technologies bezüglich des National Health Service (NHS), nachdem sie auf eine Bruchklausel in der Vereinbarung aufgerufen wurde.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält eine aktuelle Überprüfung eines Vertrags durch die britische Regierung, ohne offen jegliche politische Seite zu begünstigen.
openDemocracyUnabhängigMittevor 27 Tagen Palantir + Ihre NHS-Daten = MassenüberwachungDer Artikel bespricht die Bedenken über Palantirs £330 Millionen-Vertrag mit dem NHS und hebt die Bedenken über eine mögliche Massenüberwachung aufgrund der Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten hervor.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält eine sachliche Zusammenfassung der Bedenken, die ein interpartischer Ausschuss bezüglich des NHS-Vertrags von Palantir äußerte, ohne offen für eine bestimmte politische Haltung zu sein.
openDemocracyUnabhängigMittevor 28 Tagen Palantir verwandelt den NHS in ein Instrument für MassenüberwachungOpenDemocracy berichtet über die Sorge über Palantirs Beteiligung an der Verwaltung der NHS Englands Federated Data Platform (FDP), was darauf hindeutet, dass sie eine Massenüberwachung durch die Verwendung von Patienten-Gesundheitsdaten ermöglichen könnte. Kritiker, darunter Duncan McCann vom Good Law Project, warnen vor Parallels mit Palantirs Rolle in der Einwanderungsbehörde der USA unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die von Kritikern geäußerten Bedenken über die mit der Beteiligung von Palantir an der NHS verbundenen möglichen Risiken dar, ohne ausdrücklich einen bestimmten Standpunkt zu unterstützen.
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