Der österreichische Verband für Gas und Wasser (ÖVGW) fordert sofortige gesetzgeberische Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Österreich unter Berufung auf den sinkenden Grundwasserstand und die anhaltenden Versorgungsprobleme in vielen Gemeinden. Die derzeitigen Grundwasserreserven liegen in 90% der Gebiete auf niedrigem oder sehr niedrigem Niveau, wobei ein rückläufiger Trend anhält. Der ÖVGW kritisiert den derzeitigen Ansatz der "Wildgeesejagd" in der Wasserwirtschaft und betont die Notwendigkeit von Transparenz und rechtlichem Schutz der Trinkwasserrechte. Sie heben drei wichtige Maßnahmen hervor, die erforderlich sind: schnelle Umsetzung eines obligatorischen Wasserabzugsregisters, rechtliche Priorität für die Trinkwasserversorgung in Wasserknappheitssituationen und Reform des Wassergesetzes (WRG 1959). Diese Vorschläge zielen darauf ab, die Transparenz zu verbessern, eine nachhaltige Wassernutzung zu gewährleisten und die Versorgungssicherheit zu schützen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält einen Aufruf eines Berufsverbands, der die Wasserversorger vertritt, zu gesetzgeberischen Maßnahmen, nimmt jedoch keine parteiische Haltung ein.
