Der ehemalige Direktor des kolumbianischen DAS, Miguel Maza Márquez, der jetzt 88 Jahre alt ist und eine Gefängnisstrafe verbüßt, steht vor einem weiteren Gerichtsverfahren wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Ermordung von Carlos Pizarro Leongómez, einem ehemaligen Anführer der M19-Guerillagruppe, im Jahr 1990. Die Staatsanwaltschaft hat Beweise vorgelegt, die Maza mit dem terroristischen Mord in Verbindung bringen, der während einer Zeit intensiven politischen Konflikts in Kolumbien begangen wurde. Ein delegierter Staatsanwalt vor dem Obersten Gerichtshof hat festgestellt, dass Maza ein mutmaßlicher Komplize des Mordes ist, unter Berufung auf Anklagen wegen Mordes mit terroristischen Motiven, aufeinanderfolgende und heterogene Verschwörung zur Begehung von Straftaten.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird das Gerichtsverfahren gegen Miguel Maza Márquez im weiteren Kontext der historischen politischen Konflikte in Kolumbien dargestellt und die Rolle des Staates bei der Strafverfolgung von Personen im Zusammenhang mit früheren Gewalttaten hervorgehoben.






