Premierminister Andrej Plenković steht unter zunehmendem Druck, nachdem seine Entlassung von Bedenken über illegale Abfallentsorgung in Lici auf scharfe Kritik von Oppositionsparteien und Umweltaktivisten gestoßen ist.
Die Kontroverse begann, als Vertreter der Koalition, darunter die Saborski-Abgeordneten Mosta Zvonimir Troskot und Marin Miletić, ihre Forderungen nach sofortigem Eingreifen wiederholten. Sie beschuldigten die Regierung, nicht schnell genug gehandelt zu haben und hoben die potenziellen Gefahren hervor, die durch die Anwesenheit von PFAS-Verbindungen in Grundwasser entstehen. Troskot beschrieb das illegale Dumping als eine organisierte Form des Bioterrorismus gegen Kroatien und betonte, dass sich das Risiko über die Stadt Gospić hinaus auf Gebiete wie Gacka, Senj und die Nordküste erstreckt.
Er kritisierte die Antwort von Premier Plenković als "giftige Öffentlichkeitsarbeit" und argumentierte, dass die öffentliche Besorgnis keine Hysterie sei, sondern eine tatsächliche Realität, die durch unabhängige Analysen der Bürger selbst unterstützt wird. Troskot wies darauf hin, dass das kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) Behauptungen zurückgewiesen habe, dass das Wasser in Gospić seit fünf Monaten nicht auf PFAS-Verbindungen getestet worden sei. Er nannte diese Ablehnung "unbedeutend" und betonte, dass die Region eine systematische Überwachung benötige. Er stellte ferner fest, dass während seit mehreren Monaten keine Wasserprüfung stattgefunden habe, der Mangel an konsistenter Aufsicht im gesamten Gebiet kritischer sei als das Fehlen von Daten allein.
Seine Äußerungen wurden durch Berichte von Bewohnern unterstützt, die unangenehme Gerüche im Wasser berichteten und wachsende Besorgnis über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen ausdrückten. In der Zwischenzeit haben Oppositionsfiguren ihre Forderungen nach Rechenschaftspflicht verstärkt. Saborska zastupnica Drito Marija Selak Raspudić argumentierte, dass der Vorfall als Grund für den Rücktritt der Regierung dienen sollte und warnte, dass die aktuelle Situation den Beginn des Endes für die Regierung von Premierminister Plenković markieren könnte. Sie beschuldigte die regierende Partei, sich an systematischer und weit verbreiteter Korruption zu beteiligen, und forderte Präsident Zoran Milanović auf, entscheidende institutionelle Maßnahmen zu ergreifen.
Selak Raspudić kritisierte auch den Mangel an Koordination zwischen den Oppositionsgruppen und stellte fest, dass die fehlende rasche Reaktion auf den Aufruf zu einer außerordentlichen Sitzung des Parlaments zu internen Spaltungen innerhalb der Opposition führen könnte.
Sie stellten die Frage, wie das Land solche Abfälle in seine Grenzen hätte bringen können, wenn es angemessene Einrichtungen für die Verarbeitung und Entsorgung gäbe. BUZ warnte, dass die Regierung nicht versuchen darf, die Verantwortung durch Rechtsverfahren oder administrative Verzögerungen abzulenken, sondern die Notwendigkeit politischer Rechenschaftspflicht und schneller Maßnahmen betont. Die Debatte hat auch die Aufmerksamkeit auf die Rolle der lokalen Behörden und des breiteren Regierungssystems gelenkt. Der ehemalige Bürgermeister von Gospić, Karlo Starčević, behauptete, er sei während seiner Amtszeit nicht auf die illegale Abfallentsorgung aufmerksam gewesen und erklärte, dass die Stadt selbst keine Genehmigungen für die Entsorgung von Abfällen, insbesondere für gefährliche Materialien, erteilt.
Dies hat zu den Vorwürfen geführt, dass der Staatsapparat es versäumt habe, die Vorschriften wirksam durchzusetzen, so dass das Problem unkontrolliert bestehen bleibt. Umweltaktivisten und besorgte Bürger fordern weiterhin Transparenz und Maßnahmen. Einige haben eine unabhängige Untersuchung der Herkunft der Abfälle und der für ihre illegale Entsorgung verantwortlichen Einrichtungen gefordert. Andere argumentieren, dass die Krise tiefere Fehler im Management öffentlicher Ressourcen und der Priorisierung wirtschaftlicher Interessen gegenüber der öffentlichen Sicherheit aufzeigt.
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