Die Kampagne des Gouverneurs des Bundesstaates Osun, Ademola Adeleke, hat nach seinem Sieg bei der Gouverneurswahl am 15. August eine detaillierte Bestandsaufnahme der Opfer von Wahlgewalt eingeleitet. Der Imole-Kampagnenrat hat seine Strukturen in den 30 Kommunen des Bundesstaates angewiesen, Personen zu dokumentieren, die vor, während und unmittelbar nach der Wahl von Gewalt betroffen sind. Dies schließt diejenigen ein, die ihr Leben verloren haben, Verletzungen erlitten haben oder deren Eigentum beschädigt oder zerstört wurde. Die Initiative zielt darauf ab, sicherzustellen, dass jedes Opfer registriert wird, unabhängig von politischer Zugehörigkeit, Parteimitgliedschaft oder Wahlpräferenz.
Die Wahlen folgten monatelangen politischen Spannungen und berichteten über Gewalt, darunter die Ermordung eines Unterstützers der Accord Party, Ajayi Aderogba, bekannt als Rogba, in Esa-Oke im Juni. Der Imole-Kampagnenrat hatte zuvor eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls gefordert.
In seiner jüngsten Erklärung, die von seinem Sprecher Pelumi Olajengbesi unterzeichnet wurde, betonte der Wahlkampfrat, dass die Überprüfung alle Opfer der wahlbezogenen Gewalt abdecken würde. Er erklärte, dass die Übung nicht auf Adeleke's Unterstützer oder Mitglieder der Accord Party beschränkt sein würde. Der Rat wies alle lokalen Regierungsstrukturen an, umfassende und überprüfbare Aufzeichnungen der betroffenen Personen für weitere Überprüfung und geeignete Maßnahmen einzureichen. Er betonte, dass das Wahlergebnis den Schmerz der Familien, die Angehörige verloren oder Verletzungen erlitten haben, nicht auslöschen könne.
Zuvor hatte der Wahlkampfrat behauptet, dass während des Wahlkampfs mehrere Mitglieder des Accord und Adeleke-Unterstützer getötet, verletzt oder inhaftiert wurden.
In der Zwischenzeit kritisierte der Menschenrechtsaktivist und ehemalige Senator Shehu Sani Gouverneur Adeleke dafür, dass er nach seinem Sieg seine Wertschätzung für Präsident Bola Tinubu zum Ausdruck gebracht hatte. Sani schlug vor, dass einige Oppositionsfiguren erwarteten, dass Adeleke eine konfrontativere Haltung gegenüber Tinubu einnehmen würde. Er argumentierte, dass Adeleke's Dankbarkeit verständlich sei, wenn Tinubu eine Rolle beim Schutz des Wahlmandats des Gouverneurs gespielt hätte. Sani betonte, dass der Wahlsieg nicht nur die Sicherung von Stimmen beinhaltet, sondern auch die Gewährleistung des reibungslosen Ablaufs der Abstimmung und Erklärung. Der Sprecher des Kampagnenrats, Pelumi Olajengbesi, sprach Gerüchte an, dass Adeleke zur APC überlaufen könnte.
Er stellte klar, dass der Besuch des Gouverneurs in Tinubu ein Höflichkeitsbesuch und eine Demonstration des Respekts für die Präsidentschaft war. Olajengbesi betonte, dass Adeleke ein Mitglied seiner politischen Partei blieb und dass der Besuch darauf abzielte, Tinubu dafür zu danken, dass er während der Wahl gleiche Bedingungen geschaffen hatte. Er hob auch hervor, dass Adeleke das Treffen nutzte, um sich nach der Wahl für Heilung und Einheit im Bundesstaat Osun einzusetzen. Der Rat schloss jede Möglichkeit aus, dass Adeleke der APC beitritt, und bekräftigte, dass sein Sieg auf die Unterstützung der Wähler von Osun und seine Leistungen in den Bereichen Infrastruktur und Wohlfahrt zurückzuführen war.
Nyesom Wike, der Minister des Bundeshauptstädterritoriums, bemerkte, dass Adeleke zu seinem politischen Lager gehörte und erklärte, dass sie alle zu Präsident Tinubu gehörten. Wike sagte voraus, dass die Präsidentschaftswahlen 2027 umfangreiche politische Allianzen aufweisen würden, wobei sich mehr Gruppen mit Tinubu ausrichten würden. Er wies Behauptungen zurück, dass der Afrikanische Demokratische Kongress (ADC) Adeleke's Sieg beeinflusst habe und behauptete, dass der Gouverneur vollständig mit Tinubu verbunden sei. Wike kritisierte auch den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Momodu für seine vermeintliche Unterstützung für den ADC und Adeleke. Der ehemalige Präsident Olusegun Obasanjo forderte Adeleke auf, den Menschen in Osun weiterhin eine gute Regierungsführung zu bieten.
Bei einem Überraschungsbesuch in Adelekes Wohnsitz lobte Obasanjo den Erfolg des Gouverneurs und drängte ihn, den Weg der guten Regierungsführung zu wahren. Adeleke drückte seine Dankbarkeit für den Besuch aus und versprach, ein loyaler Diener des Volkes von Osun zu bleiben. Die Kommission für wirtschaftliche und finanzielle Verbrechen (EFCC) hob das Einfrieren der Konten der Osun-Staatsregierung nach der Anweisung von Präsident Tinubu auf. Die Konten, die im Vorfeld der Wahl eingeschränkt waren, sind jetzt in Betrieb. Die EFCC hatte die Konten zunächst im Rahmen einer Untersuchung wegen angeblichen finanziellen Fehlverhaltens eingefroren, aber Tinubu's Eingreifen führte zu deren Auflösung.
Die Adeleke-Regierung zog ihre rechtliche Anfechtung nach dem Eingreifen des Präsidenten zurück und gab an, dass das Thema kein Thema der Kampagne sein würde.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden