Der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF bereitet sich auf einen Führungswechsel vor, der am 1. Januar 2027 beginnen wird, wobei die Bewerbungsfrist für vier Zentraldirektorpositionen und neun gesetzliche regionale Direktorenpositionen am Dienstag um Mitternacht festgelegt ist. Neuer Generaldirektor Clemens Pig hat bereits begonnen, das Zentralbüro umzustrukturieren und sich von traditionellen Abteilungen und informellen Vereinbarungen zwischen den Regierungsparteien zu entfernen. Um den strengeren Anforderungen des Europäischen Gesetzes über Medienfreiheit (EMFA) zu entsprechen, sucht Pig nach internationalen Personalfachleuten für den Auswahlprozess und hat die Abstimmung im Stiftungsrat verschoben. Er betont, die Integrität während des gesamten Prozesses zu wahren und verspricht Transparenz, während die Namen der Kandidaten vertraulich gehalten werden. Der Auswahlprozess umfasst ein erstes Screening, eine Bewertung durch externe Berater unter Verwendung eines Punktesystems und anschließende Interviews basierend auf vordefinierten Kriterien.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befasst sich zwar mit einem politisch sensiblen Thema im Zusammenhang mit der Steuerung des öffentlichen Rundfunks, stellt jedoch sowohl die verfahrenstechnischen Änderungen als auch die Reaktionen potenzieller Bewerber dar, ohne offen eine politische Fraktion zu begünstigen.



