Der ehemalige Präsident Boliviens, Evo Morales, wurde von den Staatsanwälten des Landes wegen mutmaßlicher Verbrechen, darunter Terrorismus und Anstiftung zur Gewalt während der Anti-Regierungsproteste, die die Anden-Nation im Mai und Juni 2026 über 50 Tage lang gelähmt haben, in Haft genommen. Morales, der von 2006 bis 2019 diente, stand bereits vor einem weiteren Haftbefehl, weil er nicht vor Gericht erschienen war, in Bezug auf einen Fall des mutmaßlichen Missbrauchs gegen einen Minderjährigen unter 15 Jahren während seiner Präsidentschaft. Der neue Befehl wurde vom Staatsanwalt Brayan Melgar erlassen, der Morales vorwarf, angeblich bewaffnete Aufstände anzetteln, die in Städten wie La Paz und El Alto zu Mangel an Nahrung und Medikamenten führten. Morales bestritt die Vorwürfe in den sozialen Medien und beschuldigte die derzeitige Regierung, keine politische Verfolgung durchzuführen, um Boliviens wirtschaftliche und soziale Krise zu verbergen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Während der Artikel die Anklagepunkte gegen Morales und die Haltung der Regierung darstellt, begünstigt er offen keine der beiden Seiten.





