Indiens Bemühungen um die Ausweitung der Kohleproduktion haben laut einem Bericht des Global Energy Monitor, einer Umweltschutzorganisation, zu einem weltweiten Anstieg der vorgeschlagenen Kohlebergbauprojekte geführt. 5 Milliarden Tonnen jährlich, ein Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, trotz eines Plateaus in der globalen Kohlenachfrage. Der Bericht hebt hervor, dass Indien eine zentrale Rolle in diesem Aufwärtstrend spielte, wobei die Bundesstaaten Jharkhand und Odisha die Führung übernahmen. Diese beiden Staaten verdoppelten ihre Vorschläge für neue Kohlebergwerke im Einklang mit einer aggressiven nationalen Strategie des indischen Kohleministeriums.
Das Ziel ist es, den wachsenden Bedarf an Strom zu decken, um die wirtschaftliche Expansion aufrechtzuerhalten und zunehmend schwere und häufige Hitzewellen im Zusammenhang mit der Klimakrise zu bewältigen. Trotz dieser Entwicklungen stellt der Bericht fest, dass das globale Interesse an Kohle nachlässt. Die Internationale Energieagentur hat einen Rückgang der Kohlenachfrage bis zum Ende des Jahrzehnts prognostiziert.
Nach Angaben des Global Energy Monitor sank die Einführung neuer Kohlenbergbau-Projekte im Jahr 2025 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und markierte damit die niedrigste jährliche Gesamtzahl seit einem Jahrzehnt. Dieser Rückgang kann weitgehend auf die reduzierte Aktivität in China und Australien zurückgeführt werden, wo neue Kohlenbergbau-Startpunkte um 44 Prozent bzw. 96 Prozent zurückgingen. Trotz dieser globalen Verlangsamung bewegt sich Indiens Kohlesektor mit ehrgeizigen Plänen voran. Eine separate Studie des Energiethinktanks Ember ergab, dass Wind- und Solarstrom im Jahr 2025 zum ersten Mal mehr Strom als Kohle erzeugten, was einen entscheidenden Wandel in der globalen Energielandschaft signalisiert.
Dieser Meilenstein wurde weitgehend durch die Fortschritte bei der erneuerbaren Energie in China und Indien vorangetrieben, obwohl die Vereinigten Staaten und die europäischen Länder immer noch stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind. Tiffany Means, eine leitende Forscherin des Global Energy Monitor und eine der Autoren des Berichts, betonte die abnehmende wirtschaftliche Rechtfertigung für den Ausbau des Kohlebergbaus. Sie stellte fest, dass es für Regierungen eine Möglichkeit gibt, laufende Kohleprojekte zu stoppen, bevor sie in die Bauphase übergehen.
Die Bemühungen Indiens, die Kohleproduktion zu steigern, spiegeln ein komplexes Zusammenspiel von inländischen Energiebedürfnissen und internationalen Klimaverpflichtungen wider. Während die Nation versucht, eine zuverlässige Stromversorgung inmitten einer raschen Industrialisierung und extremer Wetterbedingungen zu gewährleisten, steht sie unter zunehmendem Druck, sich an den globalen Dekarbonisierungszielen anzupassen. Die Herausforderung liegt darin, die unmittelbaren Energiebedürfnisse mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Nationen wie Indien ihre Energiebedürfnisse mit dem dringenden Aufruf zum Übergang von fossilen Brennstoffen in Einklang bringen können.
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