In dem Artikel wird die Analyse des Historikers Omer Bartov über die Entwicklung Israels diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf der Frage liegt, wie die vorherrschenden Strömungen des Zionismus das Land in einen "Rennen in den Abgrund" geführt haben. Bartov argumentiert, dass das Versagen, eine Verfassung zu erstellen, die gleiche Rechte für alle Bürger garantiert, und das Fehlen definierter Grenzen seit 1948 eine Dynamik geschaffen haben, in der Israel der jüdischen Identität zunehmend Vorrang vor der Demokratie gibt. Er hebt die Besetzung der palästinensischen Gebiete im Jahr 1967 als einen entscheidenden Moment hervor, der zu anhaltenden Spannungen beiträgt. Der Artikel behandelt auch Bartovs Ansichten über die Abhängigkeit des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu von der Unterstützung der USA bei einer veränderten amerikanischen öffentlichen Meinung und darüber, wie die Opposition in Israel versehentlich Netanyahus Politik durch Aktionen wie den Angriff auf den Libanon verstärken könnte.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel präsentiert eine kritische Perspektive auf die israelische Politik und betont die Rolle des Zionismus bei der Gestaltung der aktuellen Konflikte und legt nahe, dass die israelische Regierung es versäumt hat, sich mit zentralen demokratischen Prinzipien zu befassen.



