In zwei separaten Vorfällen innerhalb von weniger als 24 Stunden wurden die Sicherheitssysteme der kroatischen Eisenbahnen überprüft, nachdem beide Ereignisse zu Verletzungen geführt hatten. Am 7. August verursachte eine Kollision zwischen einem Güterzug der HŽ Carga und einem Passagierzug der HŽ Putničkog prijevoza in der Nähe von Škrinjar 25 Verletzte. Am nächsten Tag ereignete sich ein weiterer Vorfall in Škrljev, bei dem ein Güterzug trotz aktivierter automatischer Stoppmechanismen durch ein rotes Signal fuhr. Diese Ereignisse haben die Beamten veranlasst, Bedenken hinsichtlich der Eisenbahnsicherheitsprotokolle zu berücksichtigen.
Der Staatssekretär des Ministeriums für See, Verkehr und Infrastruktur, Žarko Tušek, sprach in einem Interview mit dem zentralen Dnevnik HTV über diese Probleme. Er bestätigte, dass das automatische Stoppsystem, bekannt als "Autostop", einen Güterzug beim Vorfall in Škrljev erfolgreich gestoppt hat. Nach Angaben von Tušek reagierte das System angemessen und löste Notstromunterbrechungen aus, um weitere Kollisionen auf der Strecke zu verhindern. Er räumte jedoch ein, dass das Autostop-System bei der Kollision des Vortages nicht aktiviert wurde, wodurch der Güterzug durch ein Rotlicht passieren konnte. Tušek betonte, dass solche Vorfälle zwar selten sind, aber auch auf modernen Eisenbahnnetzen auftreten können.
Er stellte fest, dass das automatische Stoppsystem eine Koordination mit Barrieren erfordert, um sicherzustellen, dass Züge bei einem roten Signal anhalten. Trotzdem erklärte er, dass das System bei der jüngsten Kollision nicht korrekt funktioniert habe. Er erklärte, dass Zugbetreiber das Autostopsystem deaktivieren können, aber nur unter strikten Verfahrensrichtlinien. Dies deutet darauf hin, dass menschliches Versagen oder Missmanagement bei solchen Ausfällen eine Rolle spielen könnten. In Bezug auf die Ursache der Kollision in Škrinjar äußerte Tušek sein Beileid für die Opfer und beschrieb laufende Ermittlungen.
Drei parallele Ermittlungen sind derzeit im Gange: eine von der staatlichen Eisenbahnunfalluntersuchungsagentur, eine andere von der Polizei und eine dritte von internen Kommissionen von HŽ Carga, HŽ Infrastructure und HŽ Putničkog prijevoza.
Während er sich davon abhielt, über die Ursachen des Unfalls zu spekulieren, bestätigte er, dass schwer verletzte Passagiere und Zugfahrer in Zagreb Krankenhäuser transportiert worden waren, wobei einige vor Ort behandelt wurden.
Die Notdienste, darunter Polizei und Feuerwehr, waren vor Ort, und die Eisenbahnlinie zwischen Sveti Ivan Žabno und Gradec wurde vorübergehend für den Verkehr geschlossen. Tušek äußerte sich auch zu möglichen politischen Konsequenzen und erklärte, dass, wenn die Verantwortung für die Vorfälle festgestellt wird, geeignete Maßnahmen folgen würden. Er betonte, dass die aktuellen Beweise eher auf einzelne Fehler als auf systemische Fehler hindeuten, was darauf hindeutet, dass der Fokus weiterhin auf die Identifizierung spezifischer Verfahrensfehler liegt.
Er fügte hinzu, dass Kroatien eine große Investitionsphase durchläuft, wobei fast zwei Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte bereitgestellt werden, was auf eine Verpflichtung zur Verbesserung der Sicherheit und Effizienz der Eisenbahn hinweist. Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, hat die Regierung Transparenz und Rechenschaftspflicht versprochen, wobei sie die Schwere der Situation anerkennt und gleichzeitig das Vertrauen in die allgemeine Sicherheit und Funktionalität des nationalen Eisenbahnnetzes bekräftigt.
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