In der kleinen Stadt Poznanovac kämpfen die Bewohner trotz jahrelanger Warnungen und wiederholter Berichte weiterhin mit dem anhaltenden Problem der illegalen Abfallentsorgung. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden an zwei Orten in der Region etwa 13.200 Tonnen Abfall zur Entfernung identifiziert. Dazu gehören Kunststoff, Verpackungsabfälle, Reifen und sogar durch mechanische Verarbeitung erzeugte gefährliche Materialien.
Ein Einwohner, Ankica Marko, beschrieb die Situation als unerträglich und stellte fest, dass der Geruch bei saisonalen Veränderungen überwältigend wird. Sie und andere Einheimische haben wiederholt über die Verbrennung von Abfällen in der Nacht berichtet, was ihrer Meinung nach zu Gesundheitsrisiken und Umweltzerstörung geführt hat.
Die Staatsanwaltschaft in Zlatar hat ihre Ermittlungen zu möglichen strafrechtlichen Anklagen im Zusammenhang mit dem Fall erweitert. Drei Personen und ein Handelsunternehmen aus Zagreb stehen unter dem Verdacht, mehr als 4.500 Tonnen gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle aus Slowenien eingeführt zu haben.
Trotzdem stellte sie fest, dass die Genehmigungen ständig genehmigt wurden, was darauf hindeutet, dass die für die Erteilung der Genehmigungen erforderlichen Bedingungen nicht vollständig erfüllt waren. Der Kreisbürgermeister Željko Kolar erklärte, dass die zulässige Menge an nicht gefährlichen Abfällen, bis zu 1.500 Tonnen, deutlich überschritten wurde. Schlimmer noch, unter den Materialien wurden gefährliche Abfälle gefunden. Er räumte ein, dass die Gemeinde zwar Bedenken geäußert hatte, die wiederholte Erteilung von Genehmigungen auf einen Mangel an ordnungsgemäßer Aufsicht hinweist.
Unterdessen drängen politische Persönlichkeiten auf mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht. Saborska zastupnica Dušica Radojčić von der Partei Možemo! hat eine öffentliche Anhörung zur Verantwortung für die Abfalldeponie in Gospić gefordert. Sie argumentiert, dass solche Anhörungen wesentliche Werkzeuge sind, um die Verantwortlichen für die illegale Entsorgung von über 600 Lastwagenladungen Abfall zu identifizieren. Radojčić kritisierte das derzeitige System und behauptete, dass die bestehenden Verfahren es versäumt hätten, den Schmuggel von Abfällen über die Grenzen hinweg zu verhindern. Sie wies darauf hin, dass trotz der Anzahl der Lastwagen, die in Gospić einreisen, niemand den Ursprung dieser Sendungen untersucht habe.
Sie betonte die Notwendigkeit einer gründlichen Prüfung aller beteiligten Parteien, einschließlich lokaler Behörden, Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden. Radojčić hob auch die breiteren Auswirkungen des Problems hervor und stellte fest, dass Kroatien anscheinend zu einem Ziel für die illegale Abfallentsorgung geworden ist. Sie warnte davor, dass die von ausländischen Abfallimporteuren verlangten Garantien nicht ausreichen, um den verursachten Schaden zu decken. Die Kosten der Sanierung fallen auf die lokale Bevölkerung, und jemand muss zur Rechenschaft gezogen werden.
Im Zuge der Debatte wird die bevorstehende Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für Umweltschutz einen entscheidenden Moment darstellen. Es wird erwartet, dass Vertreter ziviler Initiativen daran teilnehmen und zusätzliche Perspektiven zu diesem Thema bieten werden. Radojčić hofft, dass die Sitzung bisher unbekannte Informationen aufdecken und zu sinnvollen Reformen führen wird.
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