Ein Expertenteam hat in Gospić eine dringende Maßnahme identifiziert, um eine weitere Kontamination des Grundwassers zu verhindern. Der Experte Danko Fundurulja betonte, dass sofortige Schritte unternommen werden müssen, um den Abfall zu verkapseln, was bedeutet, ihn mit wasserdichten Materialien zu bedecken, um eine weitere Verschmutzung zu verhindern. Diese Maßnahme, erklärte er, würde dazu beitragen, schädliche Stoffe zu isolieren und zu verhindern, dass sie sich durch den Boden ausbreiten.
Über 37.000 Tonnen Abfall wurden illegal vergraben, was es schwierig macht, sich sicher zu fühlen. Trotz zahlreicher Warnungen und jüngster Erkenntnisse des staatlichen Instituts für Naturschutz (USKOK) gab es keine endgültige Lösung für das Problem. Jüngste Tests bestätigten das Vorhandensein von Schwermetallen und Chemikalien, einschließlich der sogenannten "Forever Chemicals", bekannt als PFAS, in Grundwasser. Diese giftigen Substanzen sind bereits in der Nahrungskette durch lokale Vegetation im Umkreis von 200 Metern von der Deponie eingedrungen. Die Konzentration dieser Schadstoffe wurde doppelt so hoch wie die zulässige Grenze, was zu ernsthaften gesundheitlichen Bedenken führt.
Die Ergebnisse stimmen mit den neuen EU-Standards für die Grundwasserqualität überein, die eine strengere Überwachung der PFAS-Werte erfordern. Als Reaktion auf die wachsende Krise hat die Initiative "Gospić ist unser Zuhause" zu einer koordinierten Notfallaktion und einer verstärkten Überwachung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, der Trinkwasserquellen und der umgebenden Umwelt aufgerufen. Sie argumentieren, dass die derzeitigen Praktiken reaktiv, langsam und ohne Transparenz sind und die rechtlichen Verpflichtungen für eine verstärkte Überwachung nicht erfüllen. Das Karstterrain der Region macht sie besonders anfällig, da das Grundwasser schnell durch Risse und Höhlen fließt und ein komplexes hydrologisches System erzeugt, das das Gebiet mit den Quellen des Gacka-Flusses verbindet.
Das geplante Treffen des Umweltschutz- und Naturschutzrates in Gospić wurde aufgrund eines schweren Brandes in Omis, der Teile von Dalmatien betraf, verschoben. Die Initiative drückte Solidarität mit den Opfern der Katastrophe aus und lobte den Mut der Feuerwehrleute. Der Rat sollte wichtige Beamte wie die Ministerin für Umwelt und Grüner Übergang Marija Vučković und die Gesundheitsministerin Irena Hrstić umfassen. Das Treffen sollte auch Diskussionen unter der Leitung des Leiters des Umweltschutzfonds, Luka Balen, und anderer regionaler Behörden beinhalten.
Die Bemühungen zur Reinigung der rund 37.000 Tonnen Abfall, von denen ein Großteil aus Italien und Slowenien stammt, sind noch unvollendet. Bislang sind nur etwa 10% der Abfälle behandelt worden, die verbleibenden Arbeiten sollen bis zum 20. September abgeschlossen sein.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden