Der Film "Oče naš" von Goran Stanković untersucht die dunkle Seite einer religiösen Rehabilitationsgemeinschaft in Serbien, basierend auf realen Ereignissen im Zentrum "Crna Reka", in dem vor über fünfzehn Jahren Aufnahmen von gewalttätigem Missbrauch von Insassen aufgedeckt wurden. Der Film untersucht die systemischen Probleme innerhalb dieser Gemeinschaft und porträtiert ein strenges Regime, in dem körperliche Bestrafung als eine Form der Liebe und Disziplin gerechtfertigt wird. Der Protagonist, Dejan, ein sich erholender Drogenabhängiger, durchläuft eine harte Transformation unter der Autorität von Pater Branko, der eine starre Struktur von Gebet, Arbeit und Strafmaßnahmen durchsetzt. Der Film kritisiert die moralische Ambiguität solcher Systeme und betont, wie Individuen wie Mionica, eine ehemalige Drogenabhängige, ihre Identität verlieren und zu autoritären Kontrollmechanismen werden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt das im Film beschriebene System als moralisch zweideutig und unterdrückend und betont den Verlust der Individualität und die Rechtfertigung von Gewalt unter dem Deckmantel der spirituellen Führung.





