Der ehemalige ecuadorianische Präsident Lenín Moreno wurde vom Obersten Gerichtshof des Landes wegen Bestechung im Zusammenhang mit der Zuteilung eines Wasserkraftwerksprojekts zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht stellte fest, dass Moreno, während er als Vizepräsident unter dem damaligen Präsidenten Rafael Correa diente, die Vergabe und Finanzierung des Wasserkraftwerks Coca Codo Sinclair zugunsten der chinesischen Firma Sinohydro beeinflusst hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden im Zusammenhang mit diesem Fall Bestechungsgelder in Höhe von 76,1 Millionen US-Dollar gezahlt, von denen über 1,1 Millionen US-Dollar an Familienmitglieder von Moreno gingen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Rechtsprechung gegen Lenín Moreno und beinhaltet seine Verleugnung der Anklagepunkte, was auf einen Versuch hinweist, beide Seiten des Problems auszugleichen.



