Die deutsche Bundesregierung plant, eine strategische Gasreserve zur Bewältigung potenzieller Krisen wie Sabotage der Infrastruktur oder globale Gasknappheit zu schaffen. Laut einem vom Bundesministerium für Wirtschaft bestätigten Bericht würde die Reserve etwa 24 Terawattstunden Gas enthalten, was rund zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität ausmacht. Die geschätzten Kosten für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der Reserve liegen über zwei Jahre zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro, mit jährlichen Betriebskosten von 150 bis 180 Millionen Euro. Die Reserve würde durch eine Abgabe auf Gasverbraucher finanziert und von der Bundesnetzagentur verwaltet, die die Befugnis hätte, Maßnahmen bei Versorgungsengpässen zu ergreifen. Der Plan zielt darauf ab, Energieknappheit zu verhindern oder zu verzögern, Trennungen für industrielle Kunden zu vermeiden und Zeit für Reparaturen oder alternative Importe zu schaffen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel beschreibt die Entwicklung einer nationalen Energiestrategie, ohne dabei offen eine bestimmte ideologische Haltung zu vertreten.




