Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums erreichte die Rakete eine maximale Höhe von etwa 90 Kilometern und hatte eine Reichweite von fast 700 Kilometern, bevor sie ins Wasser fiel. Die offizielle Nachrichtenagentur Südkoreas Yonhap berichtete, dass die Rakete für einige Bewohner der nordöstlichen Küstenregion Südkoreas mit bloßem Auge sichtbar war.
Nordkorea betrachtet diese Übungen als potenzielle Kriegsvorbereitungen, während Südkorea und die Vereinigten Staaten ihren defensiven Charakter betonen. Laut Yonhap ist dies der elfte ballistische Raketenstart Nordkoreas im Jahr. Nach internationalem Recht ist es Nordkorea grundsätzlich verboten, ballistische Raketen zu starten, da der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mehrere Resolutionen verabschiedet hat.
Die Vereinigten Staaten und rund 40 andere Länder haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der vor den Gefahren von unangekündigten ballistischen Raketentests gewarnt wird. Diese Tests bedrohen den Frieden und die Sicherheit und erhöhen das Risiko von Fehleinschätzungen und untergraben die globale Stabilität und Sicherheit. Es wurde hinzugefügt, dass solche Handlungen unvereinbar mit der Verantwortung sind, die mit dem Besitz von Langstreckenraketen fähigkeiten einhergeht. Die Erklärung nannte China nicht direkt, sondern bezog sich auf "jüngste Raketentests" im Pazifik, bei denen die Standards nicht eingehalten wurden. Alle Nationen werden aufgefordert, solche Tests mindestens 24 Stunden im Voraus anzukündigen, insbesondere die Atommächte.
Anfang dieses Monats gab China bekannt, dass es einen Teststart einer "strategischen Rakete" unter Verwendung eines Atom-U-Bootes mit einem Übungskopf durchgeführt hatte. Die Rakete fiel in den Pazifischen Ozean, nachdem sie nur wenige Staaten kurz vor dem Start informiert worden war. Chinas Präsident Xi Jinping unternahm Anfang dieses Monats seine erste Auslandsreise des Jahres nach Pjöngjang und besuchte den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un, um die durch Chinas vermeintliche Verschiebung nach Russland angespannten Beziehungen zu verbessern. Dieser Besuch erfolgte angesichts der wachsenden Besorgnis über regionale Spannungen und die Häufigkeit von Raketentests in der Region.
Nordkorea hat historisch solche Gelegenheiten genutzt, um seine militärischen Fähigkeiten zu demonstrieren, oft während oder unmittelbar nach diesen Übungen Tests durchzuführen. S. und Südkorea, dass sie rein defensiver Natur sind. Der jüngste Raketentest trägt zu den laufenden Diskussionen innerhalb der internationalen Gemeinschaft über die Notwendigkeit größerer Transparenz und Einhaltung der etablierten Normen in Bezug auf Raketentests bei. Länder in Europa und der Indo-Pazifik-Region haben strengere Richtlinien gefordert, um Vorfälle zu verhindern, die die Spannungen eskalieren könnten. Inzwischen bleibt Nordkorea trotzig und führt weiterhin Tests durch, trotz des internationalen Drucks und der Sanktionen, die darauf abzielen, seine Waffenprogramme einzudämmen.
Die Situation unterstreicht die komplexe Dynamik der regionalen Sicherheit, bei der mehrere Akteure versuchen, Abschreckung, Verteidigung und diplomatisches Engagement in Einklang zu bringen.
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