Laut einer neuen Studie, die in PNAS Nexus veröffentlicht wurde, hat sich gezeigt, dass nichtpolizeiliche Sicherheitspraktiker in San Francisco Kriminalität und Unordnung in städtischen Gebieten signifikant reduzieren können. Die Forschung hebt die Wirksamkeit zivil geführten Initiativen zur öffentlichen Sicherheit bei der Bewältigung von Verhaltensgesundheitsproblemen und der Verhinderung der Eskalation der Einbeziehung der Strafverfolgungsbehörden hervor. Die Studie konzentriert sich auf das Urban Alchemy-Programm, das nichtpolizeiliche Sicherheitspraktiker einsetzt, um sich mit Bewohnern in Gebieten mit hoher Unordnung wie den Vierteln Tenderloin, Mid-Market und South of Market (SOMA) zu beschäftigen.
Die Forscher unter der Leitung von Forrest Stuart analysierten die über mehrere Monate gesammelten Daten und verglichen die Kriminalitätsstatistiken in Gebieten, in denen Praktizierende aktiv waren, mit denen, in denen sie nicht aktiv waren. Die Analyse umfasste Vergleiche vor und nach der Implementierung des Programms sowie während und nach bestimmten Arbeitszeiten, unter Berücksichtigung von Variationen in der Tageszeit. Das Team untersuchte auch Kreuzungen mit und ohne Praktizierende, um lokale Auswirkungen zu bewerten.
Die Ergebnisse zeigten einen erheblichen Rückgang der verhaltensbedingten Straftaten und der gesamten Kriminalität in den von dem Programm bedienten Gebieten. Während die Reduzierung der drogenbedingten Straftaten weniger ausgeprägt war, gab es einen bemerkenswerten Rückgang der Vorfälle im Zusammenhang mit psychischen Krisen. Die Gewaltkriminalität verzeichnete einen leichten Rückgang, während die Vermögenskriminalität weitgehend unverändert blieb. Die Forscher argumentieren, dass diese Ergebnisse den Wert von nicht durchsetzungsbasierten Ansätzen für die öffentliche Sicherheit belegen. Indem die Praktiker konsequente Unterstützung anbieten und Einzelpersonen mit den notwendigen Ressourcen verbinden, adressieren sie die zugrunde liegenden Faktoren, die zu Störungen beitragen, anstatt nur auf Symptome zu reagieren.
Die Urban Alchemy-Initiative stellt einen wachsenden Trend zu alternativen Modellen der Gemeinschaftssicherheit dar, die Prävention und soziale Unterstützung gegenüber traditionellen Polizeimechanismen betonen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit breiteren Bemühungen, die Strafjustizsysteme zu reformieren und das öffentliche Wohlergehen durch Gemeinschaftsengagement zu verbessern. Die Studie unterstreicht das Potenzial zivilgesellschaftlicher Programme zur Ergänzung bestehender Strafverfolgungsstrukturen. Sie legt nahe, dass Investitionen in solche Initiativen langfristige Vorteile bringen könnten, indem sie Vertrauen fördern, Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität in gefährdeten Gemeinschaften verbessern.
Da Städte weiterhin mit steigender Ungleichheit und komplexen sozialen Herausforderungen zu kämpfen haben, werden innovative Lösungen wie diese möglicherweise immer wichtiger.
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