Eine neue Verordnung, die die Verwendung von Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid (TPO) in Kosmetikprodukten verbietet, ist seit Samstag, dem 15. August 2026, in Großbritannien in Kraft getreten. Die Änderung gilt für England, Schottland und Wales und markiert den jüngsten Schritt in einer breiteren Bemühung, die Sicherheit der Verbraucher durch strengere chemische Kontrollen zu verbessern. Lieferanten und Herstellern ist es nun verboten, neue Produkte mit TPO auf den Markt zu bringen, obwohl bestehende Lagerbestände bis zu bestimmten Fristen verkauft werden können. Die Entscheidung folgt einer umfangreichen wissenschaftlichen Überprüfung und entspricht früheren Maßnahmen innerhalb der Europäischen Union.
TPO, das als CMR 1B-Stoff im Rahmen der Klassifizierungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften (CLP) eingestuft wurde, war bereits ab dem 1. September 2025 in der gesamten EU verboten. Dieser Schritt veranlasste Salons in ganz Europa, zu sichereren Alternativen zu wechseln und ältere Formulierungen zu entsorgen. Die jüngste Maßnahme des Vereinigten Königreichs spiegelt seine fortgesetzte Angleichung an die EU-Standards auch nach dem Brexit wider und gewährleistet die Einheitlichkeit der Produktsicherheit über die Grenzen hinweg. TPO fungiert als Photoinitiator in Gel-Nagellacken, wodurch sie unter UV- oder LED-Licht schnell härten können. Seine Rolle ist entscheidend für die Erzielung eines glatten, langlebigen Finish, insbesondere für dunklere Farbtöne, die eine gleichmäßige Aushärtung erfordern.
Allerdings haben Studien an Tiermodellen Bedenken hinsichtlich potenzieller Fortpflanzungs- und Fruchtbarkeitsrisiken im Zusammenhang mit hohen Expositionsniveaus geäußert. Obwohl der regelmäßige Gebrauch als geringes Risiko gilt, zielen die neuen Regeln darauf ab, langfristige Unsicherheiten durch das vollständige Ausscheiden der Chemikalie zu beseitigen. Das Verbot richtet sich an die Chemikalie selbst und nicht an den Service der Anwendung von Gelmaniküren. Kunden können weiterhin Termine buchen, und Salons sind nicht verpflichtet, bestehende Produkte zurückzurufen. Stattdessen wurden Branchenvertreter darauf hingewiesen, dass sie alle laufenden Behandlungen mit TPO-haltigen Produkten bis zum Ende ihrer Lagerbestände legal abschließen können.
Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, die Übergangsphase reibungslos zu bewältigen, ohne die Kundendienstleistungen zu stören. Zur Unterstützung der Verschiebung haben die Aufsichtsbehörden einen strukturierten Zeitplan festgelegt. Die anfängliche Frist für neue Produktion und Verkäufe wurde für den 15. August 2026 festgelegt. Ein zweites Schlüsseldatum kommt später, am 14. Februar 2027, wenn Händler und Einzelhändler ihre verbleibenden TPO-basierten Bestände von den Regalen räumen müssen. Nach diesem Zeitpunkt wird jedes Produkt, das TPO enthält, nicht mehr für den Verkauf oder Vertrieb in Großbritannien zugelassen. Ab dem 15. Februar 2027 werden die Verbraucher TPO nicht mehr in im Laden gekauften Kosmetika finden, und die Lieferanten werden aufhören, neue Bestände bereitzustellen.
Die Cosmetic, Toiletry and Perfumery Association (CTPA) und die Trading Standards haben detaillierte Richtlinien herausgegeben, um Unternehmen bei diesem Übergang zu helfen. Dazu gehören Empfehlungen zur Verfolgung der Lagerbestände und zur Identifizierung geeigneter Ersatzprodukte. Branchenexperten schlagen vor, dass viele Salons möglicherweise früher als die endgültige Frist TPO-freie Formeln einführen, insbesondere da alternative Inhaltsstoffe breiter verfügbar werden. Für die Verbraucher ist die unmittelbare Wirkung minimal. Gel-Manicure bleibt vollständig zulässig, und es besteht keine Anforderung, diese Dienste nicht mehr zu erhalten.
Die schrittweise Entfernung von TPO vom Markt unterstreicht jedoch die wachsende Bedeutung von Transparenz und Vorsichtsmaßnahmen bei Körperpflegeprodukten.
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