Die israelischen Wahlbehörden haben die Vorwürfe von Premierminister Benjamin Netanjahu zurückgewiesen, wonach es bei den jüngsten nationalen Wahlen zu Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe gegeben habe, die von arabisch geführten Parteien begangen worden seien. Der Zentrale Wahlkomitee erklärte, dass eine Überprüfung von über 9.000 Wahllokalen gezeigt habe, dass die Ergebnisse die Absichten der Wähler korrekt widerspiegeln. Es wurden keine Beweise gefunden, die die Integrität der Wahl beeinträchtigt hätten. Es wird erwartet, dass Präsident Isaac Herzog festlegen wird, welcher der beiden Anführer, entweder Netanjahu oder sein Herausforderer Gadi Eisenkot, zunächst das Mandat erhält, um einen Koalitionsversuch zu unternehmen, da keiner der Kandidaten eine Mehrheit erreicht hat. Netanjahu hatte zuvor behauptet, dass finanzielle Anreize Wähler beeinflusst hätten, und nannte dabei konkrete Verhaftungen sowie mutmaßliche ausländische Finanzierungen. Ähnliche Anschuldigungen wurden jedoch historisch gesehen auch gegen seine eigenen Verbündeten erhoben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Bericht stellt die offizielle Ablehnung der Vorwürfe wegen Betrugs neutral dar und gibt gleichzeitig die konkreten Anschuldigungen des Premierministers wieder, wobei er Wert auf eine sachliche Sprache legt und keine einseitigen Quellen verwendet.



