Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete das Vereinigte Königreich während eines jüngsten Podcast-Auftritts als "Islamische Republik Großbritannien", was eine scharfe Eskalation der Rhetorik zwischen den beiden Nationen inmitten wachsender diplomatischer Spannungen markierte.
Während des Interviews hob Netanyahu die Rolle hervor, die Churchill und sein Sohn bei der Unterstützung Israels während des Sechstagekrieges im Jahr 1967 spielten. "Seine Kommentare kommen inmitten einer intensiven Prüfung der britischen Politik in Bezug auf den Iran und der empfundenen Sympathien für das islamische Regime in Teheran". Er widersprach dieser Behauptung, indem er Israels Bemühungen betonte, den Iran daran zu hindern, Atomkapazitäten zu erwerben.
In den letzten Wochen hat sich die Reibung zwischen Israel und dem Vereinigten Königreich erhöht, insbesondere nachdem der britische Premierminister Andy Burnham nach dem Ausscheiden von Keir Starmer das Amt übernommen hatte. Die Beziehungen haben sich weiter verschlechtert, da hochkarätige Demonstrationen in London offen die Unterstützung für das iranische Regime gezeigt haben.
Ein besonders bemerkenswertes Bild zeigte ein Poster der Islamischen Menschenrechtskommission, auf dem der Satz "Wähle die richtige Seite der Geschichte" auf ein Foto von Khamenei überlagert war. Diese Organisation wurde seit 2017 wegen ihrer mutmaßlichen Verbindungen zur iranischen Regierung von der britischen Wohltätigkeitskommission untersucht.
Diese Bilder unterstreichen die Intensität der Pro-Regime-Stimmung unter den Teilnehmern der Prozession, trotz der jüngsten gesetzgeberischen Maßnahmen des Vereinigten Königreichs, die darauf abzielten, staatlichen Bedrohungen entgegenzuwirken. Der Zeitpunkt dieser Demonstrationen fiel mit der Umsetzung des National Security (State Threats) Act 2026 zusammen, einem neuen Gesetz, das darauf abzielt, Risiken von ausländischen Einheiten, die innerhalb des Vereinigten Königreichs operieren, zu bekämpfen. Die Gegenüberstellung dieser Gesetzgebung mit den sichtbaren Ausdrücken der Loyalität gegenüber dem Iran hat Fragen zur Wirksamkeit solcher Maßnahmen bei der Eindämmung der Unterstützung für feindliche Regime aufgeworfen.
Einige israelische Analysten betrachten sie als einen kalkulierten Versuch, vor den bevorstehenden Wahlen Unterstützung im Inland zu gewinnen, während andere sie als Hinweis auf breitere Bedenken über die Zuverlässigkeit westlicher Verbündeter angesichts regionaler Herausforderungen sehen. Im Gegensatz dazu haben britische Beamte die spezifischen Vorwürfe weitgehend verschwiegen und sich stattdessen darauf konzentriert, trotz der eskalierenden Rhetorik diplomatische Kanäle mit Israel zu pflegen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Entwicklungen zu einem tieferen Riss führen oder einen erneuten Dialog zwischen den beiden Nationen anregen.
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