Fast die Hälfte der Briten glaubt, dass das Vereinigte Königreich weniger oder keine israelischen Einwanderer zulassen sollte, laut einer aktuellen YouGov-Umfrage. Die Umfrage mit dem Titel "Briten haben eine negativere Sicht auf Einwanderung im Jahr 2026 als im Jahr 2016" ergab, dass 23% der Befragten eine Verringerung der Einwanderung aus Israel wünschen, während 24% sie insgesamt beenden wollen. Dies beträgt 47%, was einen Anstieg um acht Punkte gegenüber 39% im Jahr 2016 bedeutet. Die Ergebnisse belegen die veränderte Einstellung zur Migration, insbesondere in Bezug auf bestimmte Nationalitäten, und spiegeln breitere geopolitische Spannungen wider, die die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen. Die Umfrage fragte die Teilnehmer nach ihren Ansichten über die Einwanderung aus 23 verschiedenen Ländern. Für Israel war die Antwort auffällig.
Nur 5% der Befragten waren der Meinung, dass das Vereinigte Königreich mehr israelische Einwanderer zulassen sollte, während 24% der Meinung waren, dass das aktuelle Niveau akzeptabel ist. Weitere 23% äußerten Unsicherheit. Diese Zahlen stellen Israel nur nach Russland in Bezug auf die Unbeliebtheit als Quelle von Migranten, wobei 58% der Briten weniger oder keine russischen Einwanderer wollen.
Insgesamt zeigten beide Gruppen ähnliche Trends, die gegenüber bestimmten Nationalitäten negativer und gegenüber anderen positiver wurden. Es zeigten sich jedoch bemerkenswerte Unterschiede. US-Migranten stiegen von 27% im Jahr 2016 auf 41% im Jahr 2026. Inzwischen blieben die Leave-Wähler in ihrer Haltung zur israelischen Einwanderung weitgehend unverändert, obwohl sie Migranten aus Polen, Frankreich, Deutschland und Japan mehr willkommen hießen.
Die Labour- und Konservativen-Unterstützer fielen in die Mitte bis Mitte der 40er Jahre, während die Liberaldemokraten den niedrigsten Widerstand mit rund 41% aufwiesen. In allen Parteien war Russland an der Spitze der Liste der unerwünschten Einwanderungsquellen, gefolgt von Pakistan, Nigeria, Ägypten, Indien und der Türkei. Das Timing der Umfrage fällt mit erhöhten internationalen Spannungen nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 zusammen, der einen weit verbreiteten Konflikt im Nahen Osten auslöste. Die öffentliche Stimmung gegenüber Israel hat sich weltweit verschlechtert, was sich in den sich ändernden Wahrnehmungen des Vereinigten Königreichs widerspiegelt. Anti-Israel-Proteste sind häufiger geworden, oft mit antisemitischen Vorfällen überlappend, was eine komplexe Landschaft für Diaspora-Gemeinden schafft.
Trotzdem ist die genaue Zahl der in Großbritannien lebenden Israelis unklar, schätzungsweise rund 25.000 im Jahr 2011. Der öffentliche Diskurs rund um die Einwanderung hat sich in den letzten Jahren intensiviert, wobei sich die Debatten nicht nur auf wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch auf kulturelle Integration und Sicherheitsbedenken konzentrieren.
Die Umfrage wurde zwischen dem 8. und 9. Juni 2026 unter 2.053 Erwachsenen in Großbritannien durchgeführt. Obwohl die Fehlermarge nicht bekannt gegeben wurde, deuten die Daten auf einen klaren Trend in der öffentlichen Meinung hin. Mit laufenden Konflikten und politischen Verschiebungen werden zukünftige Umfragen wahrscheinlich verfolgen, ob sich diese Stimmungen stabilisieren oder weiter entwickeln. Die Ergebnisse bieten Einblick in die Herausforderungen, denen sich Einwanderergemeinschaften gegenübersehen, und die breiteren Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt in Großbritannien.
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