Ein massiver Waldbrand hat die Küstenstadt Omiš in Kroatien verwüstet und hinterlassen eine Spur der Zerstörung, die sich über 1.000 Hektar erstreckt. Das Feuer, das am Donnerstag gegen 20 Uhr in der Nähe von Lokva Rogoznica begann und sich aufgrund starken Windes schnell ausbreitete, verschlang Häuser, Fahrzeuge und Boote, wobei offizielle Zahlen zeigen, dass 58 Häuser, 39 Fahrzeuge und 25 Boote von Flammen verzehrt wurden. Der Umfang des Feuers erstreckte sich etwa 23 Kilometer von Lokva Rogoznica bis Omiš und markierte eines der größten Waldbrände der jüngsten Zeit. Die Situation eskalierte schnell, und die Bewohner berichteten, dass das Feuer ihre Eigenschaften innerhalb von Minuten erreichte.
Marijo Lović, ein Einheimischer, dessen Haus zu den ersten gehörte, die Feuer erlitten, beschrieb die Geschwindigkeit, mit der sich die Flammen ausbreiteten. Er erzählte, wie er es geschafft hatte, ein Fahrzeug mit einem Hydrant zu retten, aber das Auto seiner Familie und einen Lieferwagen verlor. Lović äußerte Frustration über den Mangel an effektiver Feuerwehrinfrastruktur und stellte fest, dass Hydranten zwar existieren, sie jedoch oft keinen ausreichenden Druck bei Notfällen bieten. Er beschuldigte den Staat, die kritische Infrastruktur zu vernachlässigen und argumentierte, dass solche Katastrophen wiederkehrend und vermeidbar seien.
Der Bürgermeister von Omiš, Zvonko Močić, bestätigte, dass der offizielle Prozess der Dokumentation der Verluste beginnt, sobald das Feuer für gelöscht erklärt wird, wahrscheinlich bis morgen. Er betonte, dass, während staatliche Mittel versprochen wurden, die endgültige Entschädigung von der Rechtmäßigkeit des Eigentums und dem tatsächlichen Wert der Schäden abhängen wird.
Über 200 Arbeiter von HEP, Kooperativen und anderen Diensten arbeiten derzeit an der Wiederherstellung des Stroms, wobei etwa 80% des Gebiets heute wieder Strom haben sollen. Trotz dieser Bemühungen stehen einige Bewohner immer noch vor Herausforderungen, um auf Grundbedürfnisse zuzugreifen, was zu mehr Unterstützung führt. Freiwillige suchen aktiv nach überlebenden Tieren, liefern Nahrung, Wasser und Schutz, während andere bei der Räumung von Trümmern und der Rettung von Vieh helfen.
Mario Popovac, ein einheimischer Bootsbesitzer, der an den Rettungseinsätzen teilnahm, beschrieb die erschütternden Szenen auf dem Meer, wo über 500 Menschen Zuflucht suchten. Viele waren ältere Menschen oder Familien mit Kindern, und einige waren in der Brandung gefangen. Popovac und andere Freiwillige nutzten private Schiffe, um die Überlebenden zu evakuieren, indem sie durch dichten Rauch und starke Strömungen navigierten.
Sie lobten den Mut und das Engagement der Feuerwehrleute und wünschten allen betroffenen Personen Genesung und betonten die dauerhafte Verbindung zwischen der Gemeinde und ihrer natürlichen Umgebung.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden