Die Kontroverse um das geplante Konzert der serbischen Sängerin Jelena Karleuša in Vodice, Kroatien, hat sich dramatisch verschärft, nachdem die lokalen Behörden und Teile der Öffentlichkeit starken Widerstand geäußert hatten.
Die Gegenreaktion gegen Karleuša stammt vor allem aus ihren früheren Bemerkungen über Kroatien und Kroaten, die weitgehend als abfällig interpretiert wurden. Der lokale Bürgermeister von Vodice, Ante Cukrov, erklärte ausdrücklich, dass es sich nicht um Karleuša's Nationalität handelte, sondern um ihre früheren Kommentare über Kroatien und seine Bürger. Trotz dieser Klärung haben mehrere serbische Medien die Situation anders dargestellt und darauf hingewiesen, dass kroatische Bürger für die Feindseligkeit gegenüber der Sängerin verantwortlich waren.
Andere serbische Medien, wie Telegraf und Kurir, haben die Haltung von Cukrov ähnlich falsch dargestellt. Sie beschrieben seine Reaktion auf die Kontroverse als einen "brutalen Angriff" auf Karleuša, trotz seiner klaren Erklärung, dass das Problem mit ihren politischen Ansichten und nicht mit ihrer nationalen Herkunft zusammenhängt. Diese Darstellungen haben die Spannungen weiter angeheizt, insbesondere angesichts des Kontexts von Karleuša's früheren Aussagen.
Im Februar 2025 machte sie während eines Interviews mit Informer TV umstrittene Bemerkungen, in denen sie vorschlug, dass einige Teilnehmer an den großen Studentenprotesten in Belgrad und Novi Sad in einem "kroatischen Dialekt" der serbischen Sprache sprachen. Ihr Kommentar implizierte, dass die kroatische Sprache lediglich eine Variante des Serbischen sei, und verband die Anwesenheit von Kroaten unter den Demonstranten mit der Opposition gegen Vučićs Regierung.
Sie betonte, dass sie nie die Absicht hatte, negative Kommentare über das kroatische Volk abzugeben und jede Absicht zu leugnen, zu provozieren. Sie wies darauf hin, dass in Serbien Konzerte kroatischer Künstler niemals abgesagt würden, im Gegensatz zu ihrem eigenen Fall. Sie hob auch ihre persönliche Verbindung zu Kroatien hervor und stellte fest, dass Zagreb die Heimat vieler ihrer Fans außerhalb Serbiens ist. In einer separaten Erklärung, die in sozialen Medien veröffentlicht wurde, bekräftigte Karleuša, dass sie die Menschen nicht nach Nationalität teilte und kritisierte die organisierten Bemühungen, sie online durch Bots und manipulierte Inhalte anzusprechen. Sie erklärte, dass ihre früheren Kommentare auf politische Situationen und nicht auf eine bestimmte Nation gerichtet waren.
Als Beweis für ihre Haltung nannte sie ihren Song "Balkan Boy", in dem sie Kroatien in einem positiven Licht erwähnt. Der Besitzer des Hacienda-Clubs, in dem Karleuša auftreten sollte, wurde zuvor mit Jelena Perčin in Verbindung gebracht, die mit dem ehemaligen Besitzer des Clubs verheiratet war. Der Club selbst war in den letzten Jahren unter Kontrolle, da Berichte über Rechtsstreitigkeiten und Kontroversen um seine Leitung gingen.
Während sich die Situation weiter entwickelt, bleibt der Fokus darauf, ob die Absage zu weiteren diplomatischen oder kulturellen Auswirkungen führen wird. Karleuša hat behauptet, dass sie keine Bedrohung ist und dass ihre Musik nicht mit Politik vermischt werden sollte.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden