Nach dem Tod eines Häftlings im Gefängnis Hirtenberg kritisierte eine Kommission systematische Mängel im österreichischen Gefängnissystem. Der Bericht betont die erhebliche Vernachlässigung bei der Betreuung psychisch kranker Häftlinge und stellt fest, dass trotz der in den letzten 25 Jahren abgegebenen Empfehlungen strukturelle Probleme bestehen geblieben sind. Laut Wolfgang Gratz, Leiter der fünfköpfigen Kommission, haben diese Mängel wahrscheinlich zum vermeidbaren Tod des Häftlings beigetragen. Zu den Hauptproblemen gehören Unterbesetzung, Überbelegung und fehlende angemessene Einrichtungen für psychiatrische Patienten. Die Kommission schlug 78 Reformen vor, die darauf abzielen, diese Probleme anzugehen, einschließlich der Verbesserung der Mitarbeiterstufen und der Gewährleistung einer angemessenen Vermittlung für psychisch kranke Häftlinge.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): In diesem Artikel wird eine sachliche Darstellung einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Untersuchung systematischer Mängel im österreichischen Strafvollzugssystem vorgestellt.






