Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist in Deutschland stark angestiegen und erreichte Mitte 2026 5.862 Anträge, was die Gesamtzahl des gesamten Jahres 2025 übersteigt. Dieser Anstieg folgt auf die Umsetzung des neuen Wehrdienstgesetzes Anfang 2026, das darauf abzielt, Freiwillige für die Ausweitung der Bundeswehr von 186.000 auf 260.000 Personen bis 2035 zu rekrutieren. Der Anstieg ist auf erhöhte Sicherheitsbedenken und den rechtlichen Rahmen zurückzuführen, der die Kriegsdienstverweigerung nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zulässt. Während der Gesetzentwurf die freiwillige Rekrutierung zulässt, haben sich die Unionsparteien die Möglichkeit vorbehalten, die Wehrpflicht bei Bedarf wieder einzuführen. Darüber hinaus haben einige Personen, die zuvor dem Militärdienst widersprochen hatten, ihre Entscheidungen widerrufen, wobei im ersten Quartal 2026 233 Fälle gemeldet wurden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält Tatsachen über die Zunahme der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen, ohne offen eine politische Haltung zu vertreten.



