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MJÖ: Zuerst war der politische Islam ein "rassistisches Liebkind", jetzt soll er bekämpft werden
Austria🏛️ Politikvor 7 Tagen

MJÖ: Zuerst war der politische Islam ein "rassistisches Liebkind", jetzt soll er bekämpft werden

Die muslimische Jugendorganisation (MJÖ) in Österreich hat eine Bildungskampagne mit dem Titel "Gemeinsam gegen den politischen Islam" mit dem ehemaligen ÖVP-Politiker Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen. Zuvor kritisierte die MJÖ den Begriff "politischer Islam" als ein Werkzeug, das von der Regierung zur Stigmatisierung von Muslimen verwendet wird. Jetzt nutzen sie den gleichen Begriff, um Extremismus zu bekämpfen, in Zusammenarbeit mit Sobotka, der zuvor unter der Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz muslimische Treueeide forderte. Die MJÖ argumentiert, dass der politische Islam eine Ideologie darstellt, die darauf abzielt, strenge islamische Normen auf die Gesellschaft aufzuerlegen, und sie zielen darauf ab, moderate Muslime dazu zu ermutigen, sich gegen diesen Extremismus zu äußern. Sobotka betonte die Bedeutung der Bewältigung dieser Bedrohung für die liberale Demokratie und forderte muslimische Gemeinschaften auf, eine Haltung einzunehmen, anstatt zu schweigen.

Die muslimische Jugend Österreich (MJÖ) hat eine landesweite Bildungsinitiative gestartet, die darauf abzielt, dem, was sie als "politischen Islam" bezeichnet, entgegenzuwirken. Diese Offensive wurde am Montag während einer Pressekonferenz offiziell angekündigt, bei der Vertreter der Organisation ihre Absicht betonen, selbsternannte TikTok-Prediger herauszufordern, von denen sie glauben, dass sie extremistische Ideologien verbreiten. Die MJÖ hat die Unterstützung des ehemaligen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) für diese Initiative erhalten. Während der gemeinsamen Pressekonferenz hoben MJÖ-Vertreter ihre Motivation hervor: diese Figuren direkt zu konfrontieren und junge Menschen vor antidemokratischen und frauenfeindlichen Einflüssen zu schützen.

Die Schwerpunkte der Bildungskampagne sind die Erzählungen hinter islamistischen Akteuren und deren Einfluss auf die Jugend. Unter dem Projekttitel "Gemeinsam gegen den politischen Islam" plant die MJÖ, mit Partnern aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten, um junge Menschen vor schädlichen Ideologien zu schützen.

Sobotka, Präsident der ÖVP-Parteiakademie Campus Tivoli, die sich bereits ausführlich mit dem Thema befasst hat, betonte, dass die Initiative der MJÖ mit den Bemühungen zur Verteidigung liberaldemokratischer Gesellschaften übereinstimmt. Er erinnerte an seine früheren Interaktionen mit der MJÖ als Innenminister und ermutigte die Organisation in ihrem Bestreben.

Eine wesentliche Komponente der Bildungsinitiative umfasst qualifizierte freiwillige Jugendleiter. Die Initiative schließt mit einer Reihe von Veröffentlichungen ab, die die Ideologie des politischen Islams von seinen theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen befreien sollen. Diese Veröffentlichungen dienen als Referenzmaterialien und Argumentationswerkzeuge, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Die MJÖ kritisierte zuvor den Begriff "politischer Islam", aber jetzt verwendet sie diesen Begriff als Titel ihrer Bildungsinitiative. Diese Verschiebung kommt, nachdem die MJÖ sich zuvor gegen den Vorschlag der Regierung für ein neues Strafgesetz gegen religiöse Extremisten ausgesprochen hatte, insbesondere gegen diejenigen, die mit dem sogenannten "politischen Islam" in Verbindung stehen. In einem aktuellen Bericht über Rassismus bezeichnete die MJÖ das Konzept des politischen Islams als "Kampfbegriff" und als "rassistische Liebling" der österreichischen Politik.

Fünf Jahre später startet die MJÖ eine Bildungskampagne unter dem gleichen Namen "Gemeinsam gegen den politischen Islam". Neben ihnen steht auf dem Podium Wolfgang Sobotka, ein ehemaliger Innenminister der Volkspartei, der den "politischen Islam" unter dem ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz zu einem politischen Thema machte. Sobotka forderte einst alle Muslime auf, öffentlich ihr Bekenntnis zur Verfassung zu erklären, und sein Ministerium finanzierte eine Studie, die die MJÖ in die Nähe der radikalen Islamischen Bruderschaft brachte.

Nach Angaben eines MJÖ-Sprechers ist die Beziehung zu Sobotka seit seinem Besuch bei der 20-jährigen Feier der Organisation gut. Sobotka unterstützt die "Anti-Antisemitismus-Initiative" der MJÖ. Während der Pressekonferenz forderte Sobotka die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), die größte muslimische Religionsgruppe des Landes, sich aktiver zu äußern und nicht nur zu reagieren, wenn es negative Vorfälle gibt. "Wer schweigt, gibt anderen das Feld", erklärte er.

Aus Sicht des Gremiums repräsentiert der Begriff "politischer Islam" eine hegemoniale Ideologie, die darauf abzielt, einen Staat und eine Gesellschaft auf der Grundlage strenger islamischer Normen zu etablieren, auch in Europa. Cemile Atasoy, eine Vertreterin der MJÖ, betonte, dass es nicht widersprüchlich ist, sowohl Muslim als auch Österreicher zu sein, obwohl das Leben mit dieser doppelten Identität manchmal eine Herausforderung sein kann. Sie stellte zwei entgegengesetzte Trends in den letzten Jahren fest: zunehmende Islamophobie in der Politik und wachsende Entfremdung und Resignation unter Muslimen. Dieses Gefühl der Leere, sagte sie, wird von Extremisten und Feinden der Demokratie, insbesondere online, gefüllt.

Salafistische TikTok-Prediger präsentieren Demokratie und Frauenrechte als Widersprüche zur Demokratie, betrachten Gewalt gegen Nichtgläubige als einen Weg ins Paradies und einige sehnen sich offen nach einem Kalifat.

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2 Berichte

Kurier logoKurierParteinahRechtsFaktentreue 90Objektivität 75vor 7 Tagen
Muslimische Jugend startet Bildungsoffensive gegen politischen Islam

Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) hat eine landesweite Aufklärungskampagne gegen den "politischen Islam" gestartet, die darauf abzielt, dem Einfluss islamistischer Narrative auf die Jugend entgegenzuwirken. Die Initiative umfasst Workshops, Vorträge und Kooperationen mit Experten aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Das Ziel ist es, junge Menschen vor demokratischen und geschlechtsfeindlichen Ideologien zu schützen. Der ehemalige Präsident des Nationalrats Wolfgang Sobotka (ÖVP) unterstützt die Bemühungen und betont die Notwendigkeit, sich mit der Gemeinschaft mit Argumenten und nicht mit allgemeinem Verdacht auseinanderzusetzen. Die Kampagne plant auch, eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten zu veröffentlichen, um die ideologischen Grundlagen des politischen Islam in Frage zu stellen.

Tendenz-Einschätzung (Rechts): In dem Artikel wird das Thema als eine Bedrohung für die liberale Demokratie dargestellt, die mit den konservativen Bedenken hinsichtlich des islamischen Einflusses übereinstimmt.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 90 · Objektivität 75): This article provides clear details about the MJÖ's educational initiative and collaboration with Wolfgang Sobotka. It maintains a more neutral tone compared to the first article, though it still frames the issue in a way that implies a need to counter 'democratic' threats, slightly affecting object

Der Standard logoDer StandardUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 65vor 7 Tagen
MJÖ: Zuerst war der politische Islam ein "rassistisches Liebkind", jetzt soll er bekämpft werden

Die muslimische Jugendorganisation (MJÖ) in Österreich hat eine Bildungskampagne mit dem Titel "Gemeinsam gegen den politischen Islam" mit dem ehemaligen ÖVP-Politiker Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen. Zuvor kritisierte die MJÖ den Begriff "politischer Islam" als ein Werkzeug, das von der Regierung zur Stigmatisierung von Muslimen verwendet wird. Jetzt nutzen sie den gleichen Begriff, um Extremismus zu bekämpfen, in Zusammenarbeit mit Sobotka, der zuvor unter der Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz muslimische Treueeide forderte. Die MJÖ argumentiert, dass der politische Islam eine Ideologie darstellt, die darauf abzielt, strenge islamische Normen auf die Gesellschaft aufzuerlegen, und sie zielen darauf ab, moderate Muslime dazu zu ermutigen, sich gegen diesen Extremismus zu äußern. Sobotka betonte die Bedeutung der Bewältigung dieser Bedrohung für die liberale Demokratie und forderte muslimische Gemeinschaften auf, eine Haltung einzunehmen, anstatt zu schweigen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Perspektiven - die aktuelle Haltung der MJÖ gegenüber dem politischen Islam und ihre frühere Kritik am Begriff sowie Sobotkas Rolle bei der Förderung des Konzepts während seiner politischen Karriere.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 65): The article accurately reports on the MJÖ's shift from criticizing the 'political Islam' label to using it as a framework for their new educational campaign. It references past criticisms and current actions, aligning with cross-source consensus. However, the tone suggests a critical stance toward p

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