Der Erzbischof von Marokko, Cristóbal López Romero, ist nach einer Untersuchung der Nachrichtenagentur AFP nach Anschuldigungen sexueller Übergriffe von mindestens fünf Frauen zurückgetreten. Der Vatikan hat eine Untersuchung der Anschuldigungen eingeleitet, die unerwünschte körperliche Kontakte wie längere Umarmungen und Versuche, die Ankläger zu küssen, beinhalten. López Romero bestreitet jegliches Fehlverhalten und erklärte, er würde mit der Untersuchung zusammenarbeiten. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedenken darüber, wie die katholische Kirche Missbrauchsvorwürfe angeht, trotz der Versprechen von Papst Franziskus, das System zu reformieren. Bei den marokkanischen Behörden wurde keine formelle Beschwerde eingereicht, obwohl Rechtsexperten vermuten, dass die Vorwürfe aufgrund der Machtposition des Erzbischofs eine verschärfte sexuelle Belästigung darstellen könnten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Anschuldigungen gegen den Kardinal als auch seine Leugnung, indem er ausgewogene Zitate aus mehreren Quellen liefert, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





