Eine alte DNA-Analyse von zwei Mitgliedern der mächtigen Medici-Familie aus der Renaissance hat bestätigt, dass sie an Malaria gestorben sind, nicht an Vergiftung, wie zuvor spekuliert wurde. Die Studie, die in der Zeitschrift iScience veröffentlicht wurde, untersuchte die Knochen von Kardinal Giovanni de' Medici und Herzog Francesco I de' Medici und enthüllte Spuren des Plasmodium falciparum-Parasiten, der die schwerste Form der Malaria verursacht. Dieser Befund löst ein 500 Jahre altes Rätsel um ihren Tod, das Gerüchte über eine Vergiftung innerhalb der Familie ausgelöst hatte. Die Forschung identifizierte auch einen einzigartigen Malaria-Stamm, der Einblicke in die Entwicklung der Krankheit in Europa geben könnte. Die Medici-Familie stieg im 15. Jahrhundert durch Bankgeschäfte und Kunstschirmherrschaft an die Macht und gründete schließlich eine politische Dynastie, zu der mehrere Päpste, Herzöge und französische Königinnen gehörten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse ohne offensichtlichen ideologischen Rahmen. Er berichtet über historische medizinische Forschung und nimmt keine Haltung zu politischen Fragen ein, sondern konzentriert sich darauf, ein historisches Rätsel mit Hilfe archäologischer und genetischer Beweise zu lösen.



